1. Mai Frankfurt am Main
Wachsende Kampfbereitschaft und viele junge Gewerkschafter/innen
Bei schönstem Sonnenschein zog es 5000 auf den Frankfurter Römerberg. Eine kämpferische Stimmung herrschte und Hunderte gaben mit Parolen den Plänen der Konzerne und der Regierung Contra. „Finger weg von meinem 8-Stunden-Tag“-Schilder wurden in die Höhe gereckt.
Darunter viele junge Gewerkschafter mit Forderungen wie „Bildung statt Rüstung“, „Bafög für alle“ und offensiv prangerten Sprecher der DGB-Jugend den Mangel an bezahlbaren Wohnungen und die Tatenlosigkeit der Herrschenden an: „Endlich her mit Azubi-Wohnheimen!“ Viele Ältere waren hocherfreut, dass „so viele junge Menschen bei der Demo sind“.
Eine wachsende Kampfbereitschaft spiegelte auch die Beteiligung an den DGB-Aktionen. In ganz Hessen waren es nach offiziellen Angaben 19 500 – das sind 3.000 mehr als im Vorjahr.
Bei diesem internationalen Kampf- und Feiertag war in vielen Gesprächen die wachsende Weltkriegsgefahr Thema. Die imperialistischen Kriege in Gaza und im Iran griffen verschiedene teilnehmende Gruppen an. Sie kritisierten auch, dass der DGB sich nicht klar positioniert gegen die militärische Unterstützung imperialistischer Länder in den Kriegen in Palästina, Iran und in der Ukraine.
Zwei Teilnehmer aus den USA waren hocherfreut über die Solidarität mit Palästina zum Wiederaufbau des Al-Awda-Krankenhauses. Sie spenden 40 Euro mit der Bemerkung: „Unser Land ist verantwortlich für die Zerstörung des Landes – wir haben allen Grund, zum Wiederaufbau beizutragen.“
Gezielt sprachen wir Jugendliche auf das 22. Internationale Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen an. „International, antifaschistisch, selbstorganisiert, selbstfinanziert“ traf genau die Stimmung. Viele zeigten großes Interesse daran, wie das abläuft und was die Geschichte des Treffens ist. Aufgeschlossen wollten sie informiert werden, wie es abläuft und was sie beitragen können bei der Gestaltung mit Sport, Kultur und Diskussionen.