Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

1. Mai – aktiv für Frieden, unsere Rechte und unser Geld!

Der folgende Artikel der Redaktion Fertigung ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen bei Ford Köln, Saarlouis und angegliederten Betrieben, „Scheinwerfer“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert Auszüge:

Aus der Kollegenzeitung „Scheinwerfer“

Wir alle spüren, wie die Spritpreise Löcher ins Portemonnaie fressen. Die Energiekonzerne nutzen den Krieg im Mittleren Osten aus, um auf unsere Kosten ihre Profite noch mehr zu steigern. Was fällt der Regierung dazu ein, dass wir die Lasten dieser Krise tragen?


„Empfehlen“ den Konzernen, den Mitarbeitenden 1000 Euro steuerfrei zu zahlen, was sie sicher nicht freiwillig tun werden. Die Spritsteuer soll um 17 Cent pro Liter gesenkt werden, aber dass wir das an der Tanke merken, ist unwahrscheinlich. Den letzten Tankrabatt nutzten auch vor allem die Konzerne, um noch mehr Profite zu machen.

Regierungspläne sind pure Heuchelei!

Denn fast täglich gibt es neue Horrormeldungen, wie die Regierung unsere sozialen Leistungen abholzen will: Karenztage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, mehr Zuzahlungen für Medikamente, Auflösung der Familienversicherung, längere Arbeitszeiten und, und, und. Merz‘ neuester Geistesblitz: Abschaffung des 1. Mai als gesetzlicher Feiertag! Ausgerechnet den Kampftag der Arbeiterbewegung! Generationen von uns haben diesen Tag blutig erkämpft – er ist weltweit der Tag, an dem unsere Forderungen und unsere Rechte im Mittelpunkt stehen. Der Kanzler der Kapitalisten meint, den könne er uns nehmen? Nicht mit uns! ...

 

Es steht an, für einen Lohnnachschlag zu kämpfen! Die Tarif-Lohnerhöhung im April reicht lange nicht aus. Ein Lohnnachschlag ist ein zusätzlicher fester Lohnbestandteil. Streiks dafür müssen wir selbständig organisieren, weil die IG Metall dazu außerhalb der Tarifrunden nicht aufrufen darf. Beim großen Fordstreik 1973 haben sich die Kolleginnen und Kollegen bekanntlich auch das Streikrecht dafür einfach genommen!

Gewerkschaften sind jetzt herausgefordert!

Wir müssen gegen die Regierungspläne aktiv werden. Das haben Ver. di- und IG-Metall-Führung bereits angekündigt. Jetzt müssen den Worten Taten folgen! Und welcher Tag wäre besser geeignet, um der Regierung und den Herrschenden zu zeigen, dass sie mit der Arbeiterbewegung rechnen müssen, als der bevorstehende 1. Mai? ...