Nahostkrieg

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Smotrich: "Wir begraben die Idee eines palästinensischen Staats"

US-Präsident Donald Trump hat am gestrigen Montag Berichte zurückgewiesen, wonach der israelische Regierungschef Netanjahu ihn zum Krieg gegen den Iran überredet habe. „Israel hat mich nie zum Krieg gegen den Iran überredet. Die Ereignisse vom 7. Oktober haben meine lebenslange Überzeugung bestärkt."

Von gis

Eigenartig, dass Trump sein Leben lang geplant hatte, im Frühjahr 2026 einen Krieg gegen den Iran vom Zaun zu brechen.

 

Israel hält heute und morgen einen Gedenktag für die 174 isrelischen Soldaten und die 79 Zivilisten ab, die im vergangenen Jahr ums Leben gekommen sind, die meisten während der beiden Irankriege, die Israel zusammen mit den USA selbst begonnen hat.

 

Am Sonntag sind sechzehn jüdische Familien in die neu gegründete Siedlung Sa-Nur im Westjordanland eingezogen. Der faschistische israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hielt eine widerliche Rede bei einer Art "Wiederbesiedlungszeremonie": „Wir machen die Schande der Vertreibung rückgängig und begraben die Idee eines palästinensischen Staates.“

 

Hintergrund ist: Sa-Nur ist eine von vier isolierten israelischen Siedlungen im nördlichen Westjordanland, die in den 1980er Jahren gegründet und 2005 im Rahmen des Rückzugsplans des damaligen Premierministers Ariel Sharon aufgelöst wurden. Faschistische Abgeordnete brachten im Dezember 2025 ein Gesetz auf den Weg, das das Verbot für Israelis, die vier evakuierten Siedlungen zu betreten, aufhebt. Mehrere israelische Minister und Abgeordnete besuchten Sa-Nur am Sonntag und bezeichneten den Vorgang als „Wiedergutmachung eines historischen Unrechts“. In seiner Rede forderte Smotrich auch die Eroberung, Besetzung und Besiedlung des Gazastreifens. Faschistischer Siedlerterror im Westjordanland und im Gazastreifen ist Bestandteil des großangelegten zionistischen Vertreibungs- und Vernichtungsfeldzugs gegen das palästinensischer Volk. Weltweite Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf!


Die vereinbarte 14-tägige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran endet in Kürze. Der Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens bislang keine Delegation zu möglichen Gesprächen mit den USA nach Pakistan entsandt. „Weder eine Haupt- noch eine Nebendelegation“ sei nach Islamabad aufgebrochen, hieß es am Dienstag. Anderslautende Berichte wies Teheran zurück. US-Präsident Donald Trump warf dem Iran einen Verstoß gegen die Waffenruhe vor. Iranische Einheiten hätten am Samstag Schüsse in der Straße von Hormus abgegeben, unter anderem auf ein französisches Schiff und einen britischen Frachter. Sollte Teheran das US-Angebot ablehnen, werde Washington „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke“ im Iran zerstören. Gestern haben US-Militärs einen unter iranischer Flagge fahrenden Tanker im Golf von Oman aufgebracht (Rote Fahne News berichtete).