Zum Gastbeitrag von Yusuf Köse

Zum Gastbeitrag von Yusuf Köse

P.J. James hat sich auf ein gefährliches Gleis verirrt

Zum Gastbeitrag von Yusuf Köse, "Kritik an den Ansichten von P. J. James in seiner Broschüre 'Imperialism Today'",  der am 24. März mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion Revolutionärer Weg von deren Homepage auf Rote Fahne News dokumentiert wurde, schreibt ein Leser aus Coburg:

Korrespondenz aus Coburg

P.J. James von der CPI(ML) behauptet doch glatt: "Wir haben keinen Bericht darüber, dass unsere indischen Monopole sie ausbeuten." Gemeint sind die Arbeiter in imperialistischen Ländern wie Deutschland. Yusuf Köse weist ja überzeugend und faktenreich nach, dass es eine Gesetzmäßigkeit im Kapitalismus ist, die Arbeiter auszubeuten.


Ich stimme Yusuf Köse zu, wenn er feststellt: „Und wo auch immer sich das Kapital befindet, strebt es in jedem Land, in das es gelangt, die extreme Ausbeutung der Arbeiter an. Diese Tendenz gilt unabhängig von der nationalen Zugehörigkeit für alle Länder, in denen Monopole bestehen."


Hier bei uns in Oberfranken gehört der größte Betrieb einem dieser indischen Monopole, Samvardhana Motherson Innovative Autosystems (SMIA). Er ist einer der größten Arbeits- und Ausbildungsplatzkiller der Region. Maschinen werden hier abgebaut und nach Dubai verlagert. Im Stammwerk in Michelau wurden Ende letzten Jahres 340 Arbeitsplätze vernichtet, im Dr.-Schneider-Werk in Kronach / Neuses bis zu 150 weitere Stellen; das Werk im thüringischen Judenbach wurde ganz geschlossen.


Frauen, die jahrzehntelang arbeiteten, kamen erst auf 12 Euro pro Stunde, als der Mindestlohn auf diese Stufe angehoben wurde. Altersarmut ist die Folge. Ich kann keinen Unterschied erkennen zwischen den Methoden bei Motherson und ZF.