Portugal
Lissabon: Zehntausende gegen Einschränkung von Arbeiterrechten
Zehntausende Menschen protestierten lautstark am Freitag in Lissabon gegen die von der Regierung geplanten sogenannten Arbeitsmarktreformen, die nach Ansicht der Gewerkschaften Arbeiterrechte untergraben und die Arbeitsplatzunsicherheit verschärfen. So erleichtern sie die Auslagerung von Arbeitsplätzen und schränken die Vergütung von Überstunden ein. Die Minderheitsregierung hatte im September einen Gesetzentwurf zur Änderung des Arbeitsgesetzbuchs verabschiedet, um die strukturell niedrige Produktivität anzugehen. Dies löste im Dezember den ersten Generalstreik des Landes seit mehr als einem Jahrzehnt aus. In Portugal verdient die Hälfte der Beschäftigten weniger als 1.000 Euro im Monat.