1.-Mai-Aufruf der ATIK

1.-Mai-Aufruf der ATIK

Heraus zum 1. Mai! Gegen imperialistische Kriege, Faschismus, Armut und Ausbeutung!

Die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa (ATIK) ruft zum 1. Mai, dem Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, auf:

In diesen Tagen, in denen wir weltweit den 1. Mai, den Tag der Arbeiter*innen, begehen, ist unsere Erde seit geraumer Zeit durch regional geführte imperialistische Angriffe, Besatzungen und Kriege zunehmend in Richtung eines allgemeinen Verteilungskriegs entwickelt. Die Widersprüche zwischen den imperialistischen Blöcken (USA–NATO–EU und China–Russland) sowie den ihnen angeschlossenen kapitalistischen, kollaborierenden Staaten treten immer offener zutage und bedeuten vor allem für die Arbeiter*innenklasse und alle Unterdrückten mehr Druck und Ausbeutung.


Während der Imperialismus versucht, seine Krise zu überwinden, treibt er die Menschheit in Kriege, Massaker und Perspektivlosigkeit und erhöht gleichzeitig seine Militärausgaben um Milliarden, deren Kosten den Arbeiter*innen aufgebürdet werden. DIESE RECHNUNG WERDEN WIR NICHT BEZAHLEN!

 

Der Krieg in der Ukraine sowie der Völkermord in Palästina werden als Ausdruck einer Politik des US-Imperialismus betrachtet, der zur Sicherung seiner schwindenden Hegemonie zunehmend auf Machtpolitik setzt. Auch der Angriff und Druck auf Länder wie Venezuela, Kuba und Iran werden in diesem Zusammenhang genannt. Gleichzeitig baut der chinesisch-russische Block seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss weltweit aus. Um diesen Aufstieg zu bremsen, üben die USA Druck auf Bündnisse wie NATO und EU aus und verschärfen damit die globalen Spannungen.

Die EU will ihren Anteil am Verteilungskrieg sichern!

Die EU-Imperialisten erhöhen ihre Militärbudgets auf historische Höchststände. Steuergelder der Arbeiter*innen fließen in die Rüstungsindustrie. Gleichzeitig wird Militarismus gesellschaftlich gefördert: Diskussionen über die Wiedereinführung der Wehrpflicht, militärische Inhalte in Schulen, Werbung für den Militärdienst und entsprechende Propaganda in den Medien sollen die Bevölkerung an Krieg gewöhnen.

Faschismus wächst in Europa!


Neoliberale Politik sozialdemokratischer Parteien, die Schwächung der Gewerkschaften und die Anpassung vermeintlich linker Kräfte an das System haben die Arbeiter*innenklasse politisch entwaffnet. In diesem Vakuum gewinnen faschistische und rassistische Organisationen an Stärke, indem sie soziale Wut auf Migrant*innen lenken und Klassengegensätze verschleiern.

Armut nimmt in Europa zu!

Die Kriegswirtschaft verarmt die arbeitenden Menschen zunehmend. Steigende Inflation, sinkende Kaufkraft und stagnierende Löhne erschweren das Leben massiv. Besonders die Energiekrise führt zu drastischen Preissteigerungen bei Treibstoffen und Gütern des Grundbedarfs.

Angriffe auf die Arbeiter*innenklasse nehmen zu!

Weltweit werden Rechte auf Organisation, Streik und Demonstration eingeschränkt. Gleichzeitig geraten Arbeitszeiten, Renten und soziale Sicherungssysteme unter Druck. Das historisch erkämpfte Recht auf den Acht-Stunden-Tag wird aufgeweicht und flexibilisiert. Unsere Forderung lautet: SECHS STUNDEN ARBEITSTAG BEI VOLLEM LOHNAUSGLEICH!

Organisieren wir uns gegen diese Angriffe!

Die Antwort liegt in der Organisierung der Arbeiter*innenklasse, im gemeinsamen Kampf von Migrant*innen und Einheimischen sowie im Aufbau einer antikapitalistischen Perspektive. Unter dem Motto „Gegen imperialistische Kriege, Faschismus, Armut und Ausbeutung“ rufen wir dazu auf, am 1. Mai gemeinsam auf die Straße zu gehen und den Kampf zu stärken. DIE GEFAHR EINES NEUEN WELTKRIEGS IST REAL, WENN WIR NICHT OPFER WERDEN WOLLEN, MÜSSEN WIR UNSEREN WIDERSTAND VERSTÄRKEN! VERSTÄRKEN WIR DEN KAMPF GEGEN IMPERIALISTISCHE KRIEGE, FASCHISMUS UND AUSBEUTUNG!

ES LEBE DER 1. MAI!

 

Hier gibt es den Aufruf als pdf-Datei