Internationale Automobilarbeiterkoordinierung

Internationale Automobilarbeiterkoordinierung

Gegen prekäre Arbeit - Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich

Nieder mit Faschismus und imperialistischen Kriegen - unter diesen drei Losungen ruft die internationale Koordinierungsgruppe der Automobilarbeiter zum 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiterklasse auf.

Aufruf der Internationalen Koordinierungsgruppe (ICOG) zum 1. Mai 2026
Gegen prekäre Arbeit - Arbeitszeitverkürzung bei  vollem Lohnausgleich
Zum 1. Mai bringt die IAC ein eigenes Poster heraus - das Bild zeigt einen Ausschnitt. (Grafik: IAC)

Im Nahen Osten hat sich die Gefahr eines Weltbrands nach dem imperialistischen Angriff der USA und Israel auf den Iran und Libanon enorm verschärft. Unvermindert geht der Krieg Russlands gegen die Ukraine weiter. Weltweit führt die Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten auf die Arbeiter und ihre Familien durch Preiserhöhungen, wie bei Gas, Benzin oder Diesel, zu einer enormen Belastung. Während sich Milliardäre wie Elon Musk immer mehr bereichern, kämpfen hunderte Millionen weltweit um ihre Existenz.

 

In der internationalen Automobilindustrie tobt eine Vernichtungsschlacht um Rohstoffe und Märkte. Folge sind Massenentlassungen und eine massive Verschärfung der Ausbeutung in den Betrieben. In immer mehr Ländern bauen faschistische und ultrareaktionäre Regierungen demokratische- und Arbeiterrechte ab. Dagegen gab es z.B. in Indien Generalstreiks mit über 250 Millionen Teilnehmern. In Russland, Belarus oder Iran sind demokratische Gewerkschaften verboten, werden Gewerkschafter eingekerkert und gefoltert. 120 Millionen sind weltweit auf der Flucht. Mit den imperialistischen Kriegen und einem Rollback in der Klimapolitik schreitet die Umweltzerstörung massiv voran.

 

Gegen die Kriegstreiberei, Ausbau der Kriegswirtschaft und Unterdrückung entwickelt sich weltweit der Widerstand. Hafenarbeiter organisierten am 6. Februar einen internationalen Streiktag gegen Kriegsvorbereitung und Waffentransporte. In den USA kommt der faschistische Präsident Donald Trump mit seiner Jagd auf Migranten und Kriegsführung immer mehr in die Defensive. Die Massenbewegung „No Kings“ demonstrierte am 28. März mit über 8 Millionen Menschen. Gewerkschafter stellen sich schützend vor Migranten und mutig gegen die ICE-Terrorgruppen.

 

Die Regierungen vieler Länder stellen auf Kriegswirtschaft um und beginnen mit Kriegsvorbereitungen. Dagegen entwickelt sich erfolgreich der Protest, auch in Betrieben der großen Automobilkonzerne wie bei Ford, Volkswagen oder CATL. Bei einem internationalen Aktionstag bei Stellantis am 24. März stellten sich Kolleginnen und Kollegen gegen Pläne sieben Werke in Europa zu schließen. Das war ein Ergebnis der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz, die vom 20.-24. November 2025 mit über 250 Teilnehmern in Pune in Indien statt fand.

 

Die Delegierten berieten und verabschiedeten eine Gemeinsame Resolution „Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeiter gegen Ausbeutung, Rechtsentwicklung und Faschismus, Kriegsgefahr und Umweltzerstörung“. Darin heißt es: „In vielen Ländern der Welt führen Automobilarbeiter harte Kämpfe und Streiks. … Es ist unsere Aufgabe als Internationale Automobilarbeiterkoordination, solidarisch mit den Arbeitern zu kämpfen…Wir führen diese Kämpfe als Teil des Kampfes für eine gesellschaftliche Umwälzung, für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft. Das erfordert, dass wir Verantwortung für die Zukunft der Menschheit übernehmen.“

 

Bei der Automobilarbeiterkonferenz wurde die Resolution „Vereint alle Automobilarbeiter, um den 140. Jahrestag des Maifeiertags 2026 zu ehren!“ einstimmig verabschiedet.

 

„Die Internationale Automobilarbeiterkoordination ruft die Automobilarbeiter weltweit dazu auf, kämpferische Feierlichkeiten zum 1. Mai zu initiieren oder sich diesen anzuschließen, anlässlich des 140. Jahrestags dieses Feiertags, der die kämpferischen Traditionen der US-amerikanischen Arbeiterklasse ehrt, und damit der Welt zu zeigen, dass wir bereit sind, unsere Interessen als Teil einer wachsenden internationalen Arbeiterbewegung zu verteidigen.“

Am 1. Mai 2026 heraus auf die Straßen und Plätze!

In den USA sind dieses Jahr über 2.000 1. Mai-Demonstrationen geplant, gegenüber der vormals üblichen Praxis der Gewerkschaftsführer nur am Labor Day im September aktiv zu werden. In ihren Protest schließen sie den Kampf gegen die Faschisierung in den USA ein. In Frankreich wehren sich die Gewerkschaften gegen Pläne der Regierung den arbeitsfreien Maifeiertag aufzuweichen. Wir sind solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Türkei und anderen Ländern, die mutig auf die Straße gegen, auch wenn ihre Demonstration behindert, unterdrückt oder verboten werden.

 

Werdet aktiv, organisiert euch und demonstriert gegen Ausbeutung, für Frieden und gegen imperialistische Kriege, gegen Unterdrückung und Faschismus, gegen die fortschreitende Umweltzerstörung!

 

Hoch die internationale Solidarität!