Nahostkrieg
Feuerpause zwischen USA und Iran läuft aus - heute keine Verhandlungen
US-Militärs haben von einem Angriffsschiff aus einen unter iranischer Flagge fahrenden Frachter im Golf von Oman gekapert. Dessen Kapitän hatte sich geweigert, beizudrehen.
Mit dem Aufbringen des Frachters Touska eskalieren die USA den Krieg, während Trump eine neue Verhandlungsrunde in Islamabad zugesagt bzw. angekündigt hatte. Die pakistanischen Vermittler ließen verlautbaren, dass die US-Blockade ein Hindernis für die Gespräche sei. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums schloss indes Verhandlungen nicht komplett aus, drohte aber gleichzeitig mit Vergeltung. Seit Verkündung der Blockade hat das US-Militär nach eigenen Angaben 25 Handelsschiffe dazu gezwungen, beizudrehen oder in iranische Häfen zurückzukehren. Die Lage rund um die Straße von Hormus ist weiterhin äußerst angespannt.
Iran erteilte einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA vorerst eine Absage. "Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen", berichtete der staatliche TV-Sender Irib unter Berufung auf iranische Quellen. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna begründete die Führung in Teheran ihr Fernbleiben mit "den überzogenen Forderungen Washingtons, unrealistischen Erwartungen, ständigen Kurswechseln, widersprüchlichen Aussagen und der anhaltenden Seeblockade". Gleichzeitig verdichten sich Gerüchte, dass Trump möglicherweise eine "militärische Operation" gegen Kuba plane.
Die israelische Armee greift weiter Ziele im Südlibanon an und verletzt die Waffenruhe.
Der nächste Kulminationspunkt im Nahostkrieg, das Auslaufen der Waffenrühe zwischen dem Iran und den USA, ist demnächst erreicht.