Essen

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Erfolgreiche Friedensdemo

Am 18. April demonstrierten etwa 250 bis 300 Menschen in Essen gegen die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA und Israels im Nahen Osten. Dabei wurden insbesondere die katastrophale Situation im Libanon wie auch der Siedlerterror in der Westbank angesprochen und die zionistischen Großmachtpläne Israels wurden kritisiert.

Korrespondenz der MLPD Essen/Mülheim
Erfolgreiche Friedensdemo
Horst Dotten bei seinem Beitrag auf der Bühne (rf-foto)

Die Doppelmoral der deutschen Regierung wurde leidenschaftlich angeprangert. So spricht sie von „problematischen Formulierungen“ bei Palästina-Demos, hat aber kein Problem damit, dass täglich Kinder in Palästina und im Libanon sterben. Auch die Hintergründe im imperialistischen Weltsystem wurden aufgezeigt. 


Während mehrere Redner nur die westlichen Imperialisten kritisierten, forderte Horst Dotten in seinem Beitrag für die MLPD, sich gegen alle Imperialisten zu richten. Die führende Rolle der Arbeiterklasse in diesem Kampf wurde betont, etwa mit dem Streik der europäischen Hafenarbeiter oder der Erklärung der Vertrauensleute bei Ford Köln. Er verurteilte das faschistische Regime der islamischen Republik im Iran und betonte zugleich, dass nur das iranische Volk das Recht hat, dieses hinwegzufegen, was es auch tun wird. Dafür gab es lauten Applaus.

 

Konkrete Forderungen der Demo waren u. a. ein sofortiger Stopp der Zusammenarbeit mit Israel und den USA, die Einstellung deutscher Waffenlieferungen, wirksame Sanktionen und die Einhaltung des Völkerrechts. Zur Perspektive gibt es unterschiedliche Vorstellungen.

 
So vertraten Redner die Auffassung, dass man die kapitalistischen Regierungen zu einer multipolaren, friedlichen Weltordnung drängen müsse. Die MLPD forderte, dass man dem Übel an die Wurzel gehen und den echten Sozialismus erkämpfen muss. Sie lud zur großen Friedensdemo am 8. Mai in Essen und zum Pfingstjugendtreffen ein. Für die Zusammenarbeit der fortschrittlichen Gruppen in Essen war diese Demonstration ein wichtiger Schritt. Ca. 15 Organisationen und Parteien arbeiteten hier gleichberechtigt zusammen. Dies sollte unbedingt ausgebaut werden.