Pressemitteilung
Der Frauenverband Courage gratuliert Marie-Louise Eta
Der Bundesvorstand des Frauenverbands Courage teilt mit:
Es ist in der Bundesliga das erste Mal, dass eine fußballkompetente und durchsetzungstarke Frau in dieser Männerdomäne Cheftrainerin wird. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass auch in diesem Bereich Gleichberechtigung einsetzt und die Posten nach Kompetenz vergeben werden und nicht nach Geschlecht.
Dass dem nicht so ist und dass in vielen Bereichen Frauen in Führungspositionen viel mehr leisten müssen als Männer, ist uns lange schon ein Ärgernis. Das liegt immer noch an den vielfältigen patriarchalen Strukturen und patriarchalen Denkweisen, die bei uns vorherrschen.
Den Spruch durchzusetzen: „Was ein Mann kann, kann auch eine Frau" - und übrigens umgekehrt genauso! – daran arbeiten wir als Frauenverband seit unserer Gründung vor mehr als 35 Jahren.
Absolut widerlich sind manche Kommentare, die Marie-Louise Eta zum Teil auf ihren Social-Media-Kanälen geerntet hat. Wir rufen alle auf, solchen Sprüchen entschlossen entgegenzutreten, egal ob bei abendlichen Fußballrunden, beim gemeinsamen Fußballschauen, im Freundeskreis oder auf Social Media.
Wir sind stolz auf Marie-Louise Eta als Pionierin, was aber nicht möglich gewesen wäre, hätten nicht viele Frauen aus der Geschichte und auch heute, teilweise unter großen Opfern, für Gleichberechtigung gekämpft. Geschenkt wurde nichts – und so wird es auch bei Marie-Louise Eta sein. Aber wir Couragefrauen stehen hinter ihr! Egal, ob ihr Wirken von größeren oder kleineren Erfolgen gekrönt sein wird, oder ob es Niederlagen gibt, das ist im Sport normal. Daran wird, ohne Prophetin zu sein, nicht ihr Geschlecht Schuld haben, sondern die gesamte Mannschaft und viele andere Faktoren. Wir wünschen ihr auf jeden Fall viel Erfolg!