Webinar der United Front
Rund um den Erdball: 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse!
Am Sonntag, dem 26. April 2026, fand das dritte Webinar der Internationalen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung des Jahres 2026 statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 27 Ländern versammelten sich zu einem Online-Meeting und bereiteten gemeinsam den Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse vor: "Gegen die Kriegsbrandstifter USA, Israel, gegen alle Imperialisten und Ausbeuter!"
Monika Gärtner-Engel, Co-Präsidentin der United Front, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Webinars zur Vorbereitung des 1. Mai, des Internationalen Kampftags der Arbeiterklasse. "Friedrich Engels hat ja 1890 geschrieben, dass die Arbeiterklasse am 1. Mai Heerschau hält. Schon die vorbereiteten und angemeldeten Beiträge für dieses Webinar sind eine kleine Heerschau - 19 Beiträge aus 18 Ländern aus vier Kontinenten. Natürlich spielen am 1. Mai die Forderungen und Kämpfe für höhere Löhne, gegen Ausdehnung der Arbeitszeit, für den Erhalt der sozialen Errungenschaften in allen Ländern eine bedeutende Rolle. Aber zunhemend werden jetzt die politischen Fragen wichtig, der Kampf gegen Faschismus, Weltkriegsgefahr und Umweltzerstörung. Für demokratische Rechte, für das Recht auf Flucht, für die Befreiung der Frau. Und natürlich die Solidarität mit den Befreiungskämpfen auf der Welt. Wir sind angesichts der Weltkrise alle gefordert, uns mit der sozialistischen Perspektive zu befassen. Wir diskutieren streitbar, Kontroversen und nicht verpönt, und immer solidarisch. Wir ringen um Einschätzungen, genauso aber auch um die praktische Vorbereitung des 1. Mai. Nach dem 1. Mai fragen wir alle Beteiligten, wie der Kampftag in ihren Ländern war."
Die Einleitungsbeiträge sind in drei Blöcke gegliedert: Zuerst sprechen Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften und internationalen Arbeiterverbindungen, dann Vertreterinnen und Vertreter revolutionärer Parteien und Organisationen und dann kommen Beiträge dran, die sich je einer bestimmten politischen Frage widmen, zum Beispiel dem Friedenskampf. Es schließt sich die offene Diskussion an, auch dafür gibt es schon zahlreiche Wortmeldungen.
Beiträge im Block 1 des Webinars: Gewerkschaften und internationale Arbeiterverbindungen
All India United Trade Union Center (AIUTC)
Die indische Regierung hat mit neuen Arbeitsgesetzen den arbeitenden Menschen ihr Recht auf Streik gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung genommen. Die AIUTUC hat gemeinsam mit neun weiteren zentralen Gewerkschaften am 12. Februar 2026 einen erfolgreichen landesweiten Generalstreik ausgerufen, an dem sich 300 Millionen Menschen beteiligt
Indien, ein imperialistisches Land, bewegt sich eng mit den imperialistischen Ländern USA und Israel, indem es seine langjährige antiimperialistische Tradition und seinen Kampf aufgibt. Mächtige Bewegungen gegen antiimperialistische Kriege mit dem Ziel, im Zuge der antikapitalistischen sozialistischen Revolution in verschiedenen Ländern nacheinander voranzuschreiten, um einen dauerhaften Frieden in der Welt zu etablieren. ... Es lebe der Sozialismus!
Der Beitrag der AIUTC ungekürzt (pdf)
Andonis Dalakogeorgios, Vorsitzender Seeleutegewerkschaft PENEN, Griechenland
PENEN ist eine unabhängige und kämpferische Seeleute-Gewerkschaft. Sie ist die älteste in Griechenland. In ihr sind Seeleute in den Schiffen organisiert, die in Griechenland, Europa und auch in Container in der ganzen Welt arbeiten.
Ich begrüße die heutige Videokonferenz, die ihr vor dem Hintergrund des Kampfes gegen Krieg, gegen Faschismus, für den Umweltschutz sowie gegen die zunehmende Ausbeutung der Arbeiter, die Senkung der Löhne, die Aushöhlung der Arbeiterrechte und die prekären Arbeitsverhältnisse durchführt. ... Die PENEN steht an der Spitze der griechischen Bewegung zur Solidarität mit dem palästinensischen, dem iranischen und dem libanesischen Volk. Zu diesem Zweck haben wir vielschichtige, und bedeutende Aktionen durchgeführt, wie unter anderem die Blockaden von Militärgütern auf Schiffen im Hafen von Piräus. ... PENEN hat anlässlich des Internationalen Kampftages der Arbeiterklasse auf allen Schiffen in Griechenland zum Streik aufgerufen. Wir mobilisieren zu den Demonstrationen und der Kundgebung auf den Propyläen, Athen 10:00–15:00 Uhr.
Der Beitrag des PENEN-Vorsitzenden ungekürzt (pdf)
Die Seeleute wurden behindert in ihrem Kampf und ihrer Solidarität mit dem palästinensischen Volk, wo es nur ging. Ihr Seeleute seid ein Vorbild für die Jugend und für die Arbeiter auf der ganzen Welt.
Monika Gärtner-Engel, Moderatorin
Roberto Luzzi von der italienischen Basisgewerkschaft SI Cobas
Roberto Luzzi setzt sich in seinem Webinar-Beitrag für den Kampf gegen die Aufrüstungspolitik der Regierung und die Kriegswirtschaft ein, gegen ihre Beteiligung an und Unterstützung von Kriegen von der Ukraine bis Palästina sowie gegen die damit verbundenen Sicherheitsgesetze, die darauf abzielen, Demonstrationen und Streiks mit härteren Strafen zu belegen. Am länderübergreifenden Aktionstag von Seeleuten in Griechenland, Italien, den Niederlanden und Deutschland am 6. Februar beteiligte sich SI Cobas sehr aktiv.
Als SI Cobas werden wir gemeinsam mit anderen Basisgewerkschaften und Organisationen, die für dieselben Ziele kämpfen, Demonstrationen in Turin, Mailand, Rom und Neapel organisieren. Am Vortag werden wir Aktionen gegen die Kriegslogistik durchführen. Wir stehen in engem Kontakt mit den Eisenbahnern gegen den Krieg, die vor einem Monat dazu beigetragen haben, einen Zug mit militärischer Ausrüstung in Pisa zu stoppen. Es wäre wichtig, dieses Netzwerk in Europa und darüber hinaus auszubauen.
Beitrag von Roberto Luzzi, ungekürzt (pdf)
Eugène, Kongo, kongolesische Bergarbeitergewerkschaft und Internationale Bergarbeiterkoordinierung
Die Angriffe auf die DRK durch ihre Nachbarn im Sold multinationaler Konzerne sowie anderer Großmächte auf der Suche nach Reichtümern dauern seit mehr als dreißig Jahren an, und wir verzeichnen mehr oder weniger 20 Millionen Tote, und dies unter dem mitschuldigen Schweigen aller.
Die Bergarbeitergewerkschaften müssen alle Bergleute und ihre Familien weltweit aufrufen, den 1. Mai 2026 gemeinsam mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aller Branchen als internationalen Tag des Kampfes für ihre gemeinsamen Interessen, für die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie für demokratische Rechte und Freiheiten zu begehen. Das internationale Großkapital greift die Errungenschaften der Arbeiterbewegung an, die die Früchte ihrer Kämpfe sind, weshalb es gilt, diese zu verteidigen und durch weitere Forderungen auszubauen. Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, die Errungenschaften der Arbeiterkämpfe zu bewahren, die um den Preis erbitterter sozialer Kämpfe errungen wurden, und so die Familien als Wiegen der Menschheit zum Wohle aller schützen.
Der Beitrag von Eugène ungekurzt (pdf)
Beim letzten Webinar zum Thema Internationaler Frauentag war eine wichtige Erkenntnis, dass die Kehrseite der exzessiven Ausbeutung der Arbeiterklasse im Kongo die exzessive Unterdrückung der Frauen ist.
Monika Gärtner-Engel, Moderatorin
Lo Westman, Vaxjös Gnista, Schweden
An diesem 1. Mai erinnern wir uns an die lange Geschichte des Arbeiterkampfes in Schweden. Die Errungenschaften wurden nicht geschenkt – sie wurden durch kollektiven Kampf errungen. Aber die Errungenschaften wurden auch von einer reformistischen Denkweise geprägt, die den Fokus auf Kompromisse statt auf Konfrontation legt.
Die schwedische Industrie ist immer stärker an Militarisierung und globale Systeme gebunden, die von Gewalt und Faschismus profitieren. Die Blockade gegen israelische Fracht durch die schwedische Hafenarbeitergewerkschaft im Jahr 2025 ist ein bedeutendes Beispiel für den Kampf der Arbeiterklasse für internationale Solidarität und Antikriegsproteste. Derzeit finden umfangreiche Organisierungsbemühungen innerhalb der Arbeiterklasse und der Antikriegsbewegungen statt, um gegen das NATO-Treffen in der Stadt Helsingborg im Mai zu protestieren.
Der Beitrag von Vaxjös Gnista ungekürzt (pdf)
Die Auseinandersetzung über den 1. Mai ist immer auch eine weltanschauliche Frage. Die reformistische Denkweise und auch die kleinbürgerlich-faschistische Denkweise sind mit von der Partie. Wir vertreten die revolutionäre Weltanschauung, für sie bedarf es revolutionärer Parteien, die fest unter den Massen verankert sind.
Monika Gärtner-Engel, Moderatorin
Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung
Andreas arbeitet in seinem Beitrag heraus, vor welch großen Aufgaben die internationale Bergarbeiterbewegung steht.
Die Bergarbeiter und ihre Familien sind in verschiedenster Hinsicht stark betroffen: Bergwerksunglücke häufen sich, Bergwerke werden geschlossen, Arbeitsplätze gestrichen, ausstehende Löhne nicht ausgezahlt, Arbeitssicherheit vernachlässigt, gewerkschaftlich und bürgerlich demokratische Rechte angegriffen bzw. gestrichen. Die Bergarbeiter der Zeche Oltenia in Rumänien, kämpfen gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze. Diese wird mit einer ökologischen Energiewende in Europa durch Wind- Wasser- und Solarenergie begründet. Es ist berechtigt den Schutz der natürlichen Umwelt und dem Umweltschutz Rechnung zu tragen, damit die Menschheit eine Zukunft hat, aber es ist mindestens genauso wichtig, es in Einheit mit dem Kampf um Arbeitsplätze zu machen.
Beitrag von Andreas Tadysiak ungekürzt (pdf)
Das Proletariat hät Heerschau
Am 1. Mai 1890 schrieb Friedrich Engels: "Denn heute, wo ich diese Zeilen schreibe, hält das europäische und amerikanische Proletariat Heerschau über seine zum ersten Mal mobil gemachten Streitkräfte, mobil gemacht als ein Heer unter einer Fahne und für ein nächstes Ziel: den ... gesetzlich festzustellenden achtstündigen Normalarbeitstag. Und das Schauspiel des heutigen Tages wird den Kapitalisten und Grundherren aller Länder die Augen darüber öffnen, dass heute die Proletarier aller Länder in der Tat vereinigt sind. Stände nur Marx noch neben mir, dies mit eigenen Augen zu sehen!"
Frank Hammer, USA, Umweltaktivist, Gewerkschaftsrepräsentant
Der 1. Mai erweist sich als wegweisend an diesem 140. Jahrestag des 1. Mai 1886, als eine Massenbewegung der Arbeiterklasse mit Schwerpunkt in Chicago, Illinois, auf die Straße ging, um den Achtstundentag zu fordern

In diesem Jahr wird der 1. Mai in Detroit aufblühen. Der Detroit Central Labor Council, bestehend aus 60 Gewerkschaften, hat sich bereit erklärt, die diesjährige 1.-Mai-Kundgebung zu leiten – was seit vielen Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen ist. Es werden 2.000 Kundgebungen in den gesamten USA erwartet. Die Organisatoren der beliebten „No Kings Day“-Proteste haben die Demonstranten dazu aufgerufen, sich den Maifeiertagsveranstaltungen anzuschließen, und werben mit dem Slogan „Keine Arbeit, keine Schule, kein Einkaufen“. Einige Gewerkschaften folgen diesem Beispiel, wie beispielsweise die Chicago Teachers’ Union, die den Bildungsausschuss davon überzeugt hat, die Schulen am Freitag, dem 1. Mai, zu schließen. Viele andere Schulsysteme treten in ihre Fußstapfen. Es lebe der 1. Mai
Der Beitrag von Frank Hammer ungekürzt
Siehe auch Interview mit Frank Hammer im Rote Fahne-Magazin
Hashem Qasem, Palästina, heute in Deutschland maßgeblich am Aufbau von "Palästina muss leben" beteiligt
Unsere Geschichte des Kampfes, die mit der Gründung der Arabischen Arbeitervereinigung Palästinas im Jahr 1925 unter aktiver Mitwirkung einer großen Gruppe kommunistischer Aktivisten begann, hat gezeigt, dass es keine soziale Freiheit ohne nationale Befreiung und keine Gerechtigkeit für die Arbeiter ohne die Unabhängigkeit des Heimatlandes gibt.
Heute, da unsere Arbeiter im Gazastreifen und im Westjordanland leiden – insbesondere da sie seit fast drei Jahren keine Arbeit haben und unter der Führung des narzisstischen Trump und des sadistischen Netanjahu kein Ende in Sicht ist, mit täglichen Morden und der umfassenden Zerstörung öffentlicher Einrichtungen einschließlich Krankenhäusern, Schulen und Gesundheitszentren –, rufen wir bei dieser Gelegenheit alle Arbeiter der Welt und ihre freien Völker dazu auf, sich entschieden an die Seite des palästinensischen Volkes und dessen Recht auf Freiheit, Unabhängigkeit und ein würdiges Leben zu stellen.
Der Beitrag von Hashem Quadem ungekürzt (pdf)
Mariam Abu Daqqa, Palästina
Mariam Abu Daqqa aus Palästina prangert an, dass trotz des im vergangenen Oktober verkündeten Waffenstillstands die Tötung von Frauen und Mädchen in den letzten Monaten weiterging. Diese Opfer waren Mütter, Töchter, Schwestern und Freundinnen, die von ihren Angehörigen zutiefst geliebt wurden. Mariam Abu Daqqa, aktiv in der Weltfrauenbewegung, war während einer Vortragsreise in Frankreich verhaftet und nah Ägypten abgeschoben worden.
Die Lage hat sich durch die jüngste militärische Eskalation im Nahen Osten verschlimmert, die zur Schließung von Grenzübergängen und zu Einschränkungen des humanitären Zugangs geführt hat, wodurch der Zugang zu lebensrettender Hilfe weiter eingeschränkt wurde. ... Es besteht die Gefahr eines verheerenden Dritten Weltkriegs für die gesamte Menschheit. Dieser historische Moment verlangt es, dass wir unsere Kräfte unter der Führung der Arbeiterklasse vereinen, um diesen Völkermord und diese Gefahr zu stoppen, den Angriffskrieg gegen den Iran, Palästina, den Libanon, den Irak, Syrien, den Jemen und die gesamte Region zu beenden und den Weltfrieden zu schützen.
Beitrag von Mariam Abu Daqqa, Palästina, ungekürzt (pdf)
Beiträge im Block 2 des Webinars: Revolutionäre Arbeiterorganisationen und -parteien
Ricardo von der PCR Uruguay
Der Beitrag der PCR Uruguay positioniert sich gegen den Krieg im Nahen Osten, den die USA und Israel vom Zaun gebrochen haben. Danach geht er auf die Lage in Lateinamerika ein und die fortwährenden Drohungen Trumps.
Lateinamerika und die Karibik: In Unserem Amerika nehmen Trumps Drohungen zu, insbesondere gegen Kuba, das seit Monaten unter einer Ölblockade leidet, was eine äußerst schwere humanitäre Krise ausgelöst hat. Die berüchtigte US-Intervention in Venezuela hält an, und Trump rief unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung zur Schaffung des „Schildes der Amerikas“ auf, wobei er die Beteiligung von zwölf Ländern des Kontinents mit rechts- und rechtsextremen Regierungen erreichte. Uruguay – Die Regierung der Frente Amplio ist unterwürfig und verfolgt eine Politik der Kontinuität. Die Unidad Popular, das einheitliche Instrument der radikalen Linken, feierte am 21. April ihr 20-jähriges Bestehen. Für einen klassenbewussten, kämpferischen und internationalistischen 1. Mai!
Der Beitrag der PCR Uruguay ungekürzt (pdf)
Kommunistische Partei des Iran
Gegen uns, die iranische Bevölkerung, werden jetzt zwei Kriege geführt. Das Mullah-Regime macht uns schon lange das Leben zur Hölle. Und jetzt haben am 28. Februar die USA und Israel den Iran überfallen. Eine Menge Fabriken sind vollständig zerbombt. Dabei sind sehr viele Arbeiterinnen und Arbeiter gestorben. Wir suchen noch immer nach Leichen von Menschen, die bei den Bombardements ums Leben gekommen sind. Wir sind total isoliert. Es gibt kein Internet. Alles gesperrt. Das bedeutet, dass wir auch innerhalb des Landes nur ganz schwer untereinander Verbindung aufnehmen können. Auch in "guten Zeiten", das ist relativ, haben wir es immer schwer gehabt, den 1. Mai zu feiern und kämpferisch zu begehen. Es kostete immer große Opfer. Wir werden aber auch dieses Jahr nicht aufgeben und in vielen kleineren Städten den 1. Mai begehen. Ich hoffe, wir können dann darüber berichten, wir sind ein teil dieser Weltgemeinschaft. Dieses Webinar ist sehr gut. Danke. Aufgeben ist keine Option.
Zentralkomitee der Russischen Kommunistischen Arbeiterpartei (RKRP)
Die Russische Kommunistische Arbeiterpartei (RKRP) begrüßt die Teilnehmer des Webinars. Sie wendet sich entschieden gegen die dreisten Machenschaften der Trump-Regierung. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nach Auffassung der RKRP ein "erzwungener Verteidigungskrieg".
Wir müssen die Wahrheit sagen: Für Russland und unser Volk ist dieser Krieg kein imperialistischer, sondern ein erzwungener Verteidigungskrieg. Er begann nicht im Jahr 2022, sondern im Jahr 2014, nach dem bewaffneten Staatsstreich in Kiew, als offene Bandera-Anhänger an die Macht kamen. Bis zum Jahr 2022 starben bei den Beschüssen des Donbass mehr als 15.000 Zivilisten – Frauen, Kinder, alte Menschen. Das ukrainische Regime ist faschistisch geworden – mit Aufmärschen mit Hakenkreuzen, dem Verbot der Kommunistischen Partei, dem Abriss sowjetischer Denkmäler, der Heroisierung faschistischer Handlanger, mit Folter und Morden an Russischsprachigen und allen Andersdenkenden.
Der Beitrag der RKRP ungekürzt (pdf)
Einig sind wir uns in der Gegnerschaft zum weltweiten Hauptkriegstreiber, dem US-Imperialismus. Dass das neuimperialistische Russland einen gerechten Verteidigungskrieg gegen die Ukraine führt, findet sicher nicht die Zustimmung vieler Webinareteilnehmer. In der offenen Diskussion werden wir uns darüber solidarisch streiten können.
Monika Gärtner-Engel, Moderatorin
Union Prolétarienne Marxiste-Léniniste (UPML) Frankreich
In ihrem Beitrag berichten die Genossinnen und Genossen der UPML vom Kampf gegen die Schließung eines Peugeot-Werks. Besonders bemerkenswert und beachtet sind außerdem die wiederholten Widerstandsaktionen in der Arbeiterklasse, vor allem in den Häfen von Marseille, Fos-sur-Mer und am Flughafen Charles de Gaulle gegen Waffenlieferungen an Israel.
Regierung und Arbeitgeber greifen die Errungenschaften der Arbeiterbewegung an. Zuletzt den Feiertag am 1. Mai! Doch nach dem Sturm der Proteste in den Gewerkschaften und politischen Parteien musste die Regierung Macron einen Rückzieher machen, kündigte jedoch an, es 2027 erneut zu versuchen. Ein besonders wichtiges Ereignis war der Gründungskongress der Kommunistischen Jugend vor drei Wochen, an dem 600 junge Menschen teilnahmen. Die UPML konnte an ihrem kämpferischen und mitreißenden Kongress teilnehmen. Wir können sie nur beglückwünschen und in ihren Bemühungen unterstützen. ... Gemeinsam bereiten wir in Paris einen roten und revolutionären Demonstrationszug für den 1. Mai vor!
Der Beitrag der UPML ungekürzt (pdf)
Xiao Guanqi, Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas (Marxismus-Leninismus-Maoismus)
Immer wenn wir den Internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai feiern, denken wir an das große gemeinsame Ideal der Arbeiterklasse weltweit seit der Veröffentlichung des „Kommunistischen Manifests“:
Was unsere Einschätzung der Weltlage betrifft, sind wir der Ansicht, dass der Durchbruch für eine erneute Hochphase der weltweiten sozialistischen Bewegung in China liegt; daher sollte der Schwerpunkt unseres Kampfes auf China gelegt werden. Heute möchten wir lediglich zwei Punkte erneut betonen: Zum einen sind die revolutionären Kräfte des chinesischen Volkes, mit den Maoisten als Hauptkraft, relativ gesehen ziemlich stark; dies ist die materielle Kraft, die jederzeit eine sozialistische Revolution auslösen kann. Es lebe der Sieg der sozialistischen und kommunistischen Bewegung weltweit! Es lebe die ICOR, die die rote Fahne des Marxismus-Leninismus und Maoismus hochhält!
Der Beitrag aus China ungekürzt (pdf)
Jovino Nunez, Dominikanische Republik, ICOR Lateinamerika
Jovino Nunez analysiert eingangs: In den letzten zehn Jahren hat die Welt einen bemerkenswerten Anstieg des sozialen Aktivismus und der Massenmobilisierungen erlebt.
Der Terrorist Donald Trump drohte bei den jüngsten Wahlen in Bolivien, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Peru und Honduras diesen Ländern mit der „Streichung von Hilfen“ und sogar mit Sanktionen, wie der Aussetzung von Überweisungen, sollten sie nicht für die Kandidaten seiner Wahl stimmen. Dieses düstere Bild, das Lateinamerika und einen Großteil der Welt prägt, stellt die Arbeiter und alle Revolutionäre vor eine einzige grundlegende Alternative: den Aufbau einer sozialistischen Welt ohne Imperialismus, ohne Kapitalismus, ohne Faschismus und ohne Zionismus, die den Frieden der Menschheit und das Gleichgewicht des Planeten stören. Es lebe der 1. Mai! Es leben die Arbeiter! Es lebe die proletarische Revolution!
Beitrag von Jovino Nunez ungekürzt (pdf)
Anna Schmit, Vorsitzende des Jugendverbands REBELL, spricht für die MLPD
Herzliche, revolutionäre Grüße von der MLPD aus Deutschland zu diesem Webinar! Die MLPD ist zu der Erkenntnis gekommen, dass sich ein weltweiter vorrevolutionärer Gärungsprozess herausgebildet hat. Die Massen wollen nicht mehr in der alten Weise leben, die Herrschenden können nicht mehr in alter Weise regieren.
Die Arbeiterklasse und die Volksmassen kommen millionenfach in Bewegung: In den letzten drei Jahren waren international mindestens 60 Millionen Menschen an Protesten, Streiks und Arbeiterkämpfen sowie Solidaritätsaktionen gegen den Völkermord in Gaza, den Überfall auf Venezuela und Rojava, die faschistische Politik von Trump oder den Flächenbrand im Mittleren Osten beteiligt. Nochmal Hunderte Millionen waren es zusätzlich in gewerkschaftlichen Streiks. Immer öfter erwacht das Klassenbewusstsein, das antifaschistische oder antiimperialistische Bewusstsein auf breiter Front. Das bedeutet, dass wir auch dementsprechend arbeiten müssen. Es ist noch keine revolutionäre Situation, weil die kleinbürgerlich-antikommunistische und die kleinbürgerlich-faschistische Denkweise und das System der kleinbürgerlichen Denkweise noch zu stark auf die Massen einwirken. Deshalb muss das ganze Augenmerk darauf gelegt werden, die Entwirrung voranzutreiben. Der diesjährige 1. Mai als weltweiter Kampftag der Arbeiterklasse muss und wird in diesem Zeichen stehen.
Der Beitrag der MLPD ungekürzt (pdf)
Beiträge im Block 3 des Webinars: Themen mit besonderem politischen Gewicht
Beitrag des Internationalen Zimmerwaldkomitees (Friedenskampf)
Das Zimmerwaldkomitee ist der Auffassung, dass der Klassenkampf an sich eine Notwendigkeit des täglichen Lebens ist, um unter kapitalistischen Bedingungen zu überleben, um die Arbeiterklasse als Klasse am Leben zu erhalten. Wie kann der Klassenkampf zu einem Mittel werden, den Kapitalismus zu stürzen und eine klassenlose Gesellschaft zu schaffen? (Der Beitrag wird auf dem Webinar nicht gehalten, aber im Nachgang zusammen mit den anderen verschickt).
Das Zimmerwald-Komitee möchte insbesondere die Frage aufwerfen, wie es möglich ist, dass so viele Arbeiter*innen Kriege unterstützen, selbst wenn diese ganz offensichtlich nicht in ihrem Interesse liegen, wenn sie ihre Lebensbedingungen verschlechtern oder sogar ihr Leben beenden? Wir glauben, ganz allgemein gesprochen, dass dies an der Ideologie der Staatsbürgerschaft liegt, also daran, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich um alle kümmert, wenn sich alle um sie kümmern. ... Wir müssen also lernen, die Vorstellung zu kritisieren, dass Staaten in irgendeiner Weise den Interessen der Arbeiter*innen dienen.
Beitrag des Zimmerwaldkomitees ungekürzt (pdf)
Sara - Spontane Bewegung afghanischer Frauen (SWAW) (Befreiung der Frau)
Die Frauen Afghanistans brauchen eure Solidarität! Werdet ihre Stimme. Fordert lautstark ihre Rechte ein!
Mein Name ist Sara. Ich nehme von Kabul aus an diesem Webinar teil und vertrete die „Spontane Bewegung afghanischer Frauen“. Der 1. Mai, der Internationale Tag der Arbeit, ist nicht nur ein Feiertag; er ist der Aufschrei von Millionen von Arbeiterinnen, Arbeitern und Werktätigen, die für ihren gerechten Anteil am Leben kämpfen. ... Ihnen ist sicherlich bekannt, dass die Taliban Mädchen den Besuch von Mittelschulen, Gymnasien, Hochschulen oder Universitäten verwehren. Lassen Sie mich fragen: Wenn die Taliban Mädchen nicht erlauben, über die sechste Klasse hinaus zur Schule zu gehen, wie sollen diese Mädchen dann jemals in Zukunft einen Arbeitsplatz finden? Wie sollen sie wirtschaftlich unabhängig und selbstständig werden?
Beitrag von Sara, Afghanistan, ungekürzt (pdf)
Dritter Block:
O Michalis Griechenland
R Jemen