Bochum
Stoppt den Krieg gegen den Iran jetzt! Waffenstillstand reicht nicht!
Berichte aus Teheran: „Die letzten Wochen habe ich keinen Tag mehr als vier Stunden geschlafen. Wir haben Angst um unsere Familien. Die Straßen sind gespenstisch leer. Fast immer sind wir in den Häusern. Wenn ein Supermarkt mal aufmacht, wird nur das Nötigste schnell eingekauft." Bei solchen Berichten wurde es sehr still bei der Kundgebung am 10. April in Bochum.
Etwa 50 Beteiligte hörten zu. Die Kundgebung war von Iranern organisiert worden, die sich für den Sturz der Regierung und auch gegen den Schah einsetzen. Der Kapitalismus wurde als Ursache angegriffen.
Die Einladung an die MLPD, uns zu beteiligen und ein Grußwort zu halten, nahmen wir natürlich gerne an. Stichpunkte waren: Glückwunsch, dass sie entgegen den bundesdeutschen Massenmedien dem Leid und dem Widerstand der Massen im Iran Gehör verschaffen. Die Kräfteverschiebungen zwischen den Imperialisten sind die Ursache für die Weltkriegsgefahr. Den USA als Hauptkriegstreiber geht es darum, China und dessen Verbündete zu schwächen. Die Völker wollen nicht in der Barbarei eines Dritten Weltkrieges untergehen. Sie müssen und können den Imperialismus stürzen, den Sozialismus aufbauen. Im Iran geht es heute um den Zusammenschluss aller demokratischen Kräfte zum Sturz der faschistischen Regierung. International geht es um die Stärkung der United Front.
Als Trump die Auslöschung der iranischen Zivilisation androhte, hätte die Bundesregierung doch sofort Ramstein schließen müssen. Merz kritisierte nicht mal mit einem Wort Trump! Mehrfacher Beifall zeigte, dass wir hier auf offene Ohren stießen. Auch wegen der kurzfristigen Einladung hatten wir leider nur ein iranisches Parteiprogramm dabei, für das wir 10 Euro Spende erhielten.
Kontakte wurden vertieft. Bemerkenswert: Wir waren die einzige deutsche Organisation, die sich an der Kundgebung beteiligte. Obwohl zwei führende Liquidatoren anwesend waren, berichten sie in dem von ihnen kontrollierten Bochumer Internet-Portal – nichts.