Rüstung
Mercedes will mehr vom Kriegsgeschäft profitieren
Wer weiß, dass man die Limousinen von Mercedes-Benz auch als Kriegsgerät einsetzen kann? Das liegt auch daran, dass der Konzern im Gegensatz zu seinem ehemaligen LKW-Bereich, der seit der Konzernaufspaltung jetzt als Daimler Truck AG firmiert, die aufrüstbare, geländegängige G-Klasse nicht speziell ausweist.
Im letzten Jahr wurden 49.700 G-Klasse-Modelle verkauft; 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Teil davon wird mit modularen Aufbauten von ACS versehen und vom Rüstungskonzern Rheinstahl z. B. mit Drohnenwerfern aufgerüstet.
Interessanterweise berichtet darüber etwas detaillierter das in Börsenkreisen beliebte Wall Street Journal. Auf der Suche nach interessanten, hochprofitablen Anlagemöglichkeiten heißt es dort: „In der Bewertung der Aktie von Mercedes-Benz Group wird das Militärgeschäft oft unterschätzt, da es im Konzernbericht unter ‚Vans‘ oder ‚Top-End-Cars‘ untergeht.“
„Auf dem Fahrzeug ist ein sogenannter Multi-Canister-Launcher montiert, aus dem Loitering Munition – also präzise Kamikaze-Drohnen – gestartet wird. Diese werden per Druckluft oder Booster in die Luft gebracht, entfalten dort ihre Flügel und können bis zu 70 Minuten über einem Zielgebiet kreisen. Die Steuerung erfolgt direkt aus dem Fahrzeug: Soldaten erhalten Live-Bilder, können Ziele identifizieren und Angriffe im letzten Moment abbrechen. Das macht den ‚Shadow Wolf‘ zu einer Art 'fliegender Fernartillerie'. Durch seine kompakte Bauweise ist er zudem luftverladbar und kann per Transporthubschrauber wie der Chinook direkt ins Einsatzgebiet gebracht werden. Ein entscheidender Vorteil für schnelle Eingreiftruppen.“
Die Finanzinvestoren interessiert nicht, welche Menschen oder Städte dabei zu Schaden kommen. Die Kriegsproduktion ist für sie nur Mittel zum Zweck. So analysieren sie kühl: „Auch wirtschaftlich ist das System hochinteressant.“ 140.000 bis 200.000 Euro entfallen auf das von Mercedes produzierte Chassis. Bereits die seit 2025 ausgelieferte Modellversion ’Shadow Wolf‘ hat ein Volumen von 3000 Fahrzeugen im Wert von rund 1,9 Milliarden Euro und könnte bis 2030 einen Umfang von bis zu 7.000 Einheiten haben.
Auch wir danken für den Tipp und die damit bekannt gewordenen Details. Sie können und sollten helfen, dass die Mercedes-Belegschaft sich gegen die Kriegsproduktion „ihres“ Vorstands und Konzerns positioniert.