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MDR Thüringen: „So baute im Ergebnis der Verfassungsschutz Frenck mit auf"

Eine aktuelle Reportage enthüllt: Tommy Frenck ist - wie viele Faschisten in Deutschland - ein Ziehkind des Verfassungsschutzes. Frenck ist Besitzer des faschistischen Pilgerorts "Eiserner Löwe" in Brattendorf, Landkreis Hildburghausen - Südthüringen.

Korrespondenz aus Sömmerda
MDR Thüringen: „So baute im Ergebnis der Verfassungsschutz Frenck mit auf"
2016 setzte das Internationalistische Bündnis einen antifaschistischen Pflock und demonstrierte parallel zu einem von Frencks Faschistenkonzerten in Hildburghausen. Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt freuten sich offensichtlich darüber (rf-foto)

Er veranstaltet dort jährlich rund um den Volkstrauertag ein „Helden-Gedenken" zur Verehrung der deutschen Wehrmacht. Von 100 faschistischen Konzerten, die 2025 in Thüringen gezählt wurden, fanden alleine in Brattendorf 63 in seiner „Afrikakorps Bar" statt (mobit.org 2.03.2026). Dabei gibt es Hitler-Schnitzel für 8,88 €, Deutsches Reichsbier oder Panzerbier.

 

Frenck hat dabei beste staatliche Gesellschaft. Statt nach Potsdamer Abkommen dieses Treiben zu verbieten und seinen "Gasthof" zu schließen, bescheinigt die Polizeiinspektion Suhl, dass es dort noch keine Straftaten gegeben hätte. Das Bürgermeisteramt von Auengrund ließ mitteilen, dass es keinen Grund zur Gewerbeuntersagung sieht. Es distanzierte sich außerdem vom Begriff „Neonazi-Treffpunkt". Warum kann Frenck hier ungehindert einen bundesweiten Faschisten-Hotspot unter den Augen des Staatsapparats aufbauen? SPD-Innenminister Georg Maier, der gerne sein Engagement gegen Rechts betont, schaut hier tatenlos zu.

 

Steckt da mehr dahinter? Welche Rolle spielt der Verfassungsschutz? Recherchen des MDR stellen nicht nur nüchtern fest, dass dem Verfassungsschutz 2018 der Kauf des Grundstücks bekannt war und „Die Behörden lassen ihn gewähren" (MDR 09.03.2026). "Ziehvater und Mentor" so der MDR war Verfassungsschutz-Agent „Ares", Kai-Uwe Trinkaus. Er unterstützte Frenck nicht nur beim Versuch, die Freiwillige Feuerwehr zu unterwandern und einen eigenen Fußballverein zu gründen, sondern auch beim Aufbau des "Bündnis-Zukunft-Hildburghausen" (BZH), für das Frenck im Kreistag sitzt. Der MDR schlussfolgert: „So baute im Ergebnis der Verfassungsschutz Frenck mit auf." Wird hier in Südthüringen ganz bewusst unter staatlichem Schutz eine bundesweite Faschistenszene aufgebaut?

Wer ist Kai-Uwe Trinkaus?

Er galt laut einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei im Thüringer Landtag von 2013 damals "als einer der aktivsten und führenden Neonazis in Thüringen", gegen den mindestens 21 Ermittlungsverfahren liefen. Trinkaus hat für den Thüringer Verfassungsschutz gearbeitet und erhielt dafür 1.000 Euro monatlich. Mit diesem Geld baute er nach eigenen Angaben die NPD in Thüringen auf.

 

Das ist derselbe Verfassungsschutz, der in den 1990er Jahren den NSU mit aufgebaut hat und der gleichzeitig in seinen jährlichen Berichten Antifaschisten und Marxisten-Leninisten diffamiert.

Faschistische Organisationen wie AfD und "BZH" gehören endlich verboten!

Hier die Links zu den beiden Dokus:

ARD-Mediathek - Neonazi-Konzerte und das Geschäft mit dem Hass

MDR Investigativ - rechtsextreme Konzerte Thüringen

 

Weitere Quellen:

https://ljrt.de/downloads/Landtag/Extremismus/5_5795-Neonazi-Verfassungsschutz.pdf

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verfassungsschutz-erfurter-ex-npd-chef-arbeitete-als-v-mann-a-871200.html