Nahost-Krieg

Nahost-Krieg

Israel provoziert mit Verstoß gegen die Waffenruhe - Iran blockiert Straße von Hormuz wieder

Mit Israel ausgehandelten Waffenruhen traut niemand so richtig - zu Recht. Kaum war die zehntägige Feuerpause im Krieg gegen den Libanon in Kraft getreten, ist bei einem israelischen Drohnenangriff auf den Südlibanon wieder ein Mensch getötet worden.

US-Präsident Donald Trump gebärdet sich lauthals als Friedensstifter und verbietet Israel weitere Angriffe auf den Libanon: "Es ist ihnen von den USA VERBOTEN. Es reicht jetzt!!!", so Trump auf seiner "Soziale Wahrheit" genannten Plattform. Fraglich, ob Israel diesem Machtwort Folge leisten wird. Die reaktionärsten Mitglieder der faschistischen Netanjahu-Regierung schreien Zeter und Mordio und Netanjahu selbst ist ja auch besessen von seinen größenwahnsinnigen Plänen.

 

Die iranische Regierung hat damit gedroht, die Straße von Hormuz wieder abzuriegeln. Wenn die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzen sollten, werde diese Wasserstraße nicht offen bleiben, teilte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf mit. Gestern hatte der Iran die Straße von Hormuz vorläufig für geöffnet erklärt. Öltanker und Handelsschiffe könnten während der laufenden Waffenruhe die Meerenge passieren, hieß es. Umgekehrt wollen die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten. Sie gilt für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

 

In Paris tagte eine Konferenz mit Vertretern und Vertreterinnen aus rund 50 Staaten und forderte, dass die Straße von Hormuz dauerhaft frei passierbar werden müsse, ohne Maut. Der französische Staatschef Emmanuel Macron will zusammen mit Großbritannien einen "neutralen Marineeinsatz" in der Golfregion organisieren. Nächste Woche trifft man sich in London, um diesen Einsatz zu planen. Auch die Bundesegierung will sich beteiligen.

 

Die großen imperialistischen EU-Länder wollen unbedingt ihren Einfluss in der Region Naher und Mittlerer Osten ausbauen und festigen. Sie sind zu einerm Militäreinsatz bereit, es sind bereits Minensuchboote unterwegs. Bundeskanzler Friedrich Merz hat mehrfach angekündigt, dass die Bundeswehr an der Straße von Hormuz zum Einsatz kommen könne. Voraussetzung sei ein Ende des Irankriegs. Die Meerenge von Hormuz ist für die Weltwirtschaft sehr wichtig.