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Ein Friedensgebet für Christopher T.

Am 27. April freut sich Leipzig auf ein spannendes Friedensgebet in der Nikolaikirche ab 17 Uhr.

Von jw
Ein Friedensgebet für Christopher T.
Foto: Kirchenbezirk Nikolaikirche Leipzig

Diese Friedensgebete gibt es seit September 1982, als sich zum ersten Mal Menschen versammelten, um für Frieden und das Ende des atomaren Wettrüstens zu beten. 1983 kam es dann zum ersten Mal auch zu Demonstrationen nach dem Gebet. Bis heute finden die Friedensgebete jeden Montag in Leipzig statt. Und immer noch geht es um Frieden und gegen die Kriegsvorbereitung.

 

Am 27. April laden die Initiatoren ein unter dem Motto »Kündigung nach Kritik an Militär-Logistik – das geht uns alle an«. Frieden braucht Menschen, die ihre Stimme erheben. Es geht um Gewissen, Verantwortung und Meinungsfreiheit, schreiben die Initiatoren von »Leipzig-bleibt-friedlich«. Im Blick haben sie dabei unter anderem den Verdi-Vertrauensmann Christopher T. Er wurde von DHL gekündigt, weil er auf einer Demonstration über Waffenlieferungen durch DHL gesprochen hat.

 

»Es steht nicht nur ein arbeitsrechtlicher Konflikt im Raum, sondern eine grundsätzliche Frage: Darf ein Arbeitnehmer auf mögliche militärische Verpflichtungen eines zivilen Logistikstandorts öffentlich hinweisen und diese aus Gewissensgründen ablehnen – oder riskiert er dafür seine berufliche Existenz«, heißt es in der Pressemitteilung. Dr. Lutz Mükke, Vorsitzender von Leipzig-bleibt-friedlich spannt den Bogen: »Frieden braucht Menschen, die ihre Stimme erheben. Der Fall von Christopher T. zeigt, wie anspruchsvoll und folgenreich es sein kann, öffentlich Stellung zu beziehen. Gerade deshalb wollen wir einen Raum schaffen, in dem Gewissensentscheidungen sichtbar werden. Ganz im Sinne der Schwerter-zu-Pflugscharen-Bewegung, die in den 1980er-Jahren ihren Anfang nahm und heute als Korrektiv für Friedensdiplomatie und vernünftige Interessensausgleiche wieder an Bedeutung gewinnt.«

 

Der Solidaritätskreis gegen Kündigungen bei DHL/Flughafen unterstützt das Friedensgebet und mobilisiert dazu.

 

Plakat mit Ankündigung des Friedensgebets