Der US-Präsident und der Papst
Donald Trump, der von Jesus Gesalbte?
Jesus hätte ihn sicher eher geteert und gefedert!
Irgendwie will man darüber lachen, wenn die Lage nicht so ernst wäre.
US-Präsident Trump bezeichnete Papst Leo den XIV. als „schrecklich“ und „schwach“, nachdem dieser ihn wegen seiner aggressiven und religiös verbrämten Kriegsrhetorik gegenüber dem Iran kritisierte und für einen sofortigen Frieden eintrat. Um seiner Kritik Nachdruck zu verleihen, veröffentlichte Trump KI-generierte Bilder, die ihn als Jesus-ähnliche Gestalt zeigen. Dabei wäre der durchaus revolutionär gesinnte Wanderprediger Jesus von Nazareth sicher der erste, der ihn mit einer Peitsche aus dem weißen Haus getrieben hätte.
Vizepräsident Vance legte jetzt nach und drohte dem Papst, er solle „vorsichtig“ sein mit seinen theologischen Äußerungen. Kampfdrohnen wurden bisher über dem Vatikan noch nicht gesichtet. Aber vielleicht spart sich das Kriegsminister Hegseth für den Feiertag Christi Himmelfahrt auf? Die selbsternannten Gotteskrieger der US-Regierung trampeln dermaßen auf den religiösen Gefühlen der Menschen herum, dass selbst erzkonservative Bischöfe der USA und bekennende Trump-Anhänger sich von Trumps Äußerungen distanzierten. Laut der US-Stabsstelle für Religionsfreiheit im Militär gab es in den ersten Tagen des Irankrieges über 200 Beschwerden von US-Soldaten, da ihre Kommandeure den Krieg als „biblisch sanktionierten“ Auftrag Gottes bezeichneten und behaupteten, Präsident Trump wäre von Jesus gesalbt worden, um den Armageddon im Iran vorzubereiten.
Man kann nur hoffen, dass die gesalbten Gotteskrieger in ihrem Größenwahn höchstpersönlich versuchen, die Gewässer der Straße von Hormuz zu Fuß zu überqueren, um der Blockade eine göttliche Weihe zu verleihen. Denn wie es schon in einem bekannten Lied des österreichischen Liedermachers Wolfgang Ambros heißt:
„Ich fühl mich wie der Jesus, nur hab ich nicht die Klasse.
Ich verwandel nur den Wein in Wasser, das ich lasse.“
Von Religion bis Revolution – Kampf dem Faschismus!