JD Vance nicht nur knapp daneben

JD Vance nicht nur knapp daneben

Das haut dem Fass den Boden raus! Geschichtsklitterung zur Rechtfertigung des Irankrieges

Da wird der US-Amerikaner Robert Francis Prevost als Leo XIV. zum 267. Papst gewählt, und dann weigert er sich, nach Trumps Pfeife zu tanzen!

Von gof

Unerschütterlich verurteilt er die verbrecherische Kriegspolitik der faschistischen US-Regierung und den Versuch, mit der Bibel den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Iran zu rechtfertigen. "Leo XIV hatte in der vergangenen Woche in sozialen Medien erklärt, Gott segne keinen Konflikt. 'Wer ein Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, ist, steht niemals auf der Seite derjenigen, die einst das Schwert führten und heute Bomben abwerfen', schrieb der Papst." (*)

 

US-Vizepräsident JD Vance, selbst Katholik, sah sich berufen, seinem Herrn und Meister Donald Trump beizuspringen und den Papst zu belehren. Oder ihm zu drohen? Denn JD Vance rät dem Papst, "vorsichtig" zu sein. (ebd) Dann folgt eine Geschichtslektion: "Vance stellte diese Aussage mit Blick auf historische Beispiele infrage und verwies auf den Zweiten Weltkrieg: Gälte Leos Satz dann auch für die Landung amerikanischer Truppen in Frankreich, die zur Befreiung Europas von Nazideutschland und zur Rettung von Menschen aus Konzentrationslagern beitrug?" (ebd)

 

Sicher, Leo XIV. kritisiert von einem christlichen Pazifismus aus, der nicht zwischen gerechten und ungerechten Kriegen unterscheidet. Der Kampf zur Befreiung vom Faschismus war ein gerechter Krieg, während jegliche Art imperialistischer Raub-, Unterdrückungs- und Vernichtungskriege ungerechte Kriege sind. Trotz dieser weltanschaulichen Differenz ist es möglich und heute sogar dringend geboten, im Kampf gegen konkrete Kriege und Weltkriegsgefahr mit Pazifisten zusammenzuarbeiten.

 

Die Antwort von Vance auf den Papst ist geschickte Demagogie. Die Invasion der Westmächte am 6. Juni 1944 ist mit dem brutalen Überfall auf den Iran nicht zu vergleichen. Iran hat die USA weder bedroht noch lag es im Krieg mit den USA. Dagegen hatte das faschistische Deutschland am 11. Dezember 1941, drei Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour, den USA den Krieg erklärt, was diese noch am gleichen Tag erwiderten. Damit herrschte völkerrechtlich der Kriegszustand zwischen beiden Mächten. Den US-Faschisten gehen allmählich die Begründungen für ihre Verbrechen aus, was sie aber nicht daran hindert, immer noch schlimmere zu begehen.