Japan
Tokio: 30.000 gegen Aufrüstung und Krieg
Am Mittwochabend versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude in Tokio 30.000 Menschen, um gegen Maßnahmen zu protestieren, die die pazifistische Verfassung des Landes untergraben. Dazu gehören die Stationierung von Langstreckenraketen und Versuche, die Beschränkungen für den Export tödlicher Waffen zu lockern. Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften wie „Schützt Artikel 9“, „Kein Krieg“ und „Takaichi-Regierung, tritt sofort zurück“ hoch und skandierten Slogans wie „Nein zur Verfassungsänderung“ und „Nein zum Krieg“. Die Kundgebung vor dem Gebäude der Nationalversammlung wurde von japanischen Bürgerinitiativen organisiert, die sich gegen eine Verfassungsänderung aussprechen. Nach deren Angaben fanden am 8. April an 137 weiteren Orten im ganzen Land ähnliche Aktionen statt, was darauf hindeutet, dass die Bewegung an Dynamik gewinnt.