Lufthansa
Streik der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ist angelaufen
Der Streik der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei der Lufthansa AG und ihrer Zubringergesellschaft CityLine, zu dem die Flugbegleitergewerkschaft UFO für heute aufgerufen hat, ist erfolgreich angelaufen.
Nach übereinstimmenden Medienberichten sind bundesweit über 500 Flüge der Lufthansa ausgefallen. Allein am deutschen Hauptdrehkreuz für den Personenluftverkehr, dem Rhein-Main-Airport in Frankfurt am Main, sind etwa 580 Flüge von ursprünglich geplanten rund 1350 Starts und Landungen gestrichen worden, so der Betreiber Fraport. Diese Annullierungen betreffen vor allem die Lufthansa. Vereinzelt sind aber auch andere Airlines betroffen.
Die Verantwortung für den teils berechtigten Ärger der Passagierinnen und Passagiere trägt einzig die Lufthansa selber. Bislang hat sie kein verhandlungsfähiges Angebot in den aktuellen Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei der Lufthansa vorgelegt.
UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger erklärte bereits am Donnerstag, dass diese Situation vermeidbar gewesen wäre, wenn die Lufthansa auch nur einen Ansatz von Verhandlungsbereitschaft gezeigt hätte.
Dazu kommt eine fehlende Bereitschaft, bei der vor der Schließung stehenden Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln.
Wobei Beispiele – vor allem aus der Automobilindustrie – zeigen, dass ein sogenannter „Sozialtarifvertrag“ nichts anderes ist als ein verlängerter Weg in die Arbeitslosigkeit.
Hintergrund der Schließung der CityLine ist einzig, dass die Lufthansa die dort bestehenden Tarifverträge loswerden will. Entsprechend soll nach der Schließung der CityLine deren Flugbetrieb durch die untarifierte Lufthansa City Airlines ersetzt werden. Das kann so nicht hingenommen werden! Hier ist der Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei der CityLine angesagt. Dazu ist der jetzt eingesetzte Streik völlig richtig. Und es braucht eigentlich mehr als nur einen Tag in den Tarifverhandlungen, um diesen Forderungen auch Nachdruck zu verleihen.
Dem Streik der Kolleginnen und Kollegen vom Kabinenpersonal der Lufthansa, wie auch der CityLine gehört die volle Solidarität aller klassenbewussten Kolleginnen und Kollegen, Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Lufthansa fährt Jahr für Jahr sehr gute Profite ein. Es ist Zeit, dass die Kolleginnen und Kollegen davon endlich auch etwas sehen. Volle Solidarität auch den von der Schließung betroffenen Kolleginnen und Kollegen bei der Cityline! Kein Verzicht auf Arbeits- und Ausbildungsplätze!
Die Rote Fahne Redaktion wird weiter berichten.