Duisburg

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„Keiner schiebt uns weg“ lädt ein: Solidaritätskundgebung für IG-Metall-Betriebsrat Markus Stockert

"Weg mit der politisch motivierten Abmahnung durch thyssenkrupp Stahl!" Am Dienstag, dem 14. April 2026, findet ab 9.15 Uhr vor dem Arbeitsgericht Duisburg, Aackerfährstraße 40, die Solidaritätskundgebung für und mit Markus Stockert statt. Der Prozess beginnt um 10 Uhr. Der Solidaritätskreis "Keiner schiebt uns weg" lädt zur Kundgebung und Prozessbeobachtung ein.

Im Gütetermin zeigte sich, die Juristen von thyssenkrupp müssen die Tatsachen verdrehen, um überhaupt formaljuristisch eine Abmahnung aussprechen zu können. So werten sie seine Information der Kollegen zur Teilnahme an der mobilen Betriebsratsinformation, die Markus als Betriebsrat vornahm, als „individualrechtliche“ Verfehlung und damit als Verstoß gegen seinen Arbeitsvertrag. Wenn ein solches Vorgehen durchkommt, dann kann zukünftig kein Betriebsrat mehr seine Betriebsratstätigkeit im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes durchführen, ohne befürchten zu müssen, dafür abgemahnt oder gar gekündigt zu werden.

 

Das mutet schon als Trump’sche Methode an, „ich dreh mir das Gesetz, wie es mir passt!“ Deswegen war es vollkommen richtig, dass Markus das Schlichtungsangebot, (Abmahnung bleibt, wird aber zeitnah aus der Personalakte gelöscht), konsequent abgelehnt hat! In der Verhandlung wurde dann auch das Motiv von thyssenkrupp für diesen Rechtsbruch deutlich: Ein „siebenstelliger Produktionsausfall“ und Proteste der Belegschaft können nicht länger hingenommen werden. So dass für den Vorstand eine Abmahnung „notwendig“ war!

 

Das soll die Belegschaft einschüchtern, die vor der Herausforderung steht, gegen die Ausgliederungs- und Arbeitsplatzvernichtungspläne bei tkSE, Faschismus und Krieg aktiv zu werden. Dazu wird sich dann kurzerhand über Recht und Gesetz hinweggesetzt. Das darf nicht Schule machen, kommt zum Prozess und zur Kundgebung! 

 

Hier die Einladung als Handzettel