Begeisternde Protestkundgebung in Gelsenkirchen

Begeisternde Protestkundgebung in Gelsenkirchen

"Schließen wir uns für den Weltfrieden fester zusammen!"

Ergänzend zum traditionellen Ostermarsch am Sonntag hatte das Internationalistische Bündnis zur Protestkundgebung gegen die Weltkriegsgefahr in die Innenstadt aufgerufen.

Korrespondenz
"Schließen wir uns für den Weltfrieden fester zusammen!"
Die Protestkundgebung endete mit einem gemeinsamen Tanz (rf-foto)

Hashem Qasem und Mahmoud Atiq von der Gruppe "Palästina muss leben!" hatten als besonderes Anliegen den Protest gegen den anhaltenden Genozid in Gaza und gegen das rassistische Hinrichtungsgesetz gegen Palästinenser eingebracht. Eindrucksvoll international zusammengesetzt wurde hier am offenen Mikrophon diskutiert, gesungen und getanzt. Für das Al Awda-Krankenhaus wurden 754 € gesammelt.

 

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran, der die Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs heraufbeschwört, wurde ebenso kritisiert wie die Politik der Bundesregierung. Dr. Willi Mast von AUF Gelsenkirchen kritisierte die gigantische Aufrüstungspolitik auf Kosten der Masse der Bevölkerung. Christian Link von der überparteilichen Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF deckte die Jagd internationaler Monopole und ihrer Regierungen nach Einflusssphären und Rohstoffen auf Kosten von Mensch und Umwelt auf. Die Arbeiter auf der ganzen Welt müssen sich zusammenschließen, um ihnen in den Arm zu fallen! Ein Kollege aus Aserbaidschan rief: "Heute bin ich Palästinenser!" Eine Palästinenserin forderte "Wir müssen alle zusammenhalten!".

 

Eva Wanneck, Kreisvorsitzende der MLPD, betonte: "Gegen Faschismus und Imperialismus formiert sich weltweit millionenfach der Widerstand - erst letzten Samstag protestierten über 9 Millionen in den USA gegen die faschistische Trump-Politik! Wer will, dass Schluss ist mit Krieg und Krisen, mit den barbarischen Zuständen in Gaza und jetzt auch im Libanon, der muss kämpfen für echten Sozialismus!" Sie warb dafür, sich in Palästina muss leben! und der MLPD und ihrem Jugendverband zu organisieren.

 

Zahlreiche Passanten blieben interessiert stehen - dass vom israelischen Parlament ein Gesetz für die Todesstrafe ausschließlich für Palästinenser beschlossen wurde, während zionistische Siedler Palästinenser im Westjordanland ungestraft töten dürfen, diese faschistische Politik stieß auf ungeteilte Empörung. Beiträge von Vertretern und Vertreterinnen der Umweltgewerkschaft, des Frauenverbandes Courage, von Solidarität International und anderen machten die Auswirkungen der Weltkriegsvorbereitung, aber auch die wachsenden Gegenkräfte lebendig. Herzergreifend war, als alle Kinder auf die Bühne kamen, ihre Wünsche nach Schluss mit dem Krieg und einer schönen Zukunft sagten und gemeinsam "Die Kinder dieser Welt, sind nicht klein zu kriegen" Sangen und klatschten. Mit einem gemeinsamen Tanz endete diese gelungene Protestaktion.