Ostermarschinitiative
Gera: Protest gegen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und gegen Merz-Regierung
Am Ostersamstag fand auch in Gera eine Kundgebung vor dem Stadtmuseum statt. Gera war damit eine von sechs Städten in Thüringen.
Dazu hatten sich verschiedene Kräfte als „Ostermarschinitiative Gera 2026“ zusammengefunden: Cuba Si, MLPD, Parteilose, Freidenker, Aktionsbündnis Palästina / Palästina muss leben, DKP, BSW, Antifa und Greenpeace. Auch eine Reihe von Mitgliedern der Partei Die Linke war dabei.
Gemeinsame Losung war „Gemeinsam gegen Weltkriegsgefahr, Aufrüstung und soziale Demontage! Für Frieden und Völkerfreundschaft!“ Es nahmen zwischen 80 und 100 Menschen teil. Im Vorfeld wurden von Mitstreiterinnen und Mitstreitern der Ostermarschinitiative Plakate aufgehängt und gemeinsam Flugblätter verteilt, auch vor den beiden größten Betrieben, SRH-Waldklinikum und Amazon.
Die Kundgebung fand auf antifaschistischer, überparteilicher und gleichberechtigter Grundlage statt. Es gab zahlreiche Ansprachen und gute Musikbeiträge. Jeder konnte nach den vorbereiteten Beiträgen der Unterzeichner des Aufrufs am Offenen Mikrofon sprechen.
Gemeinsam war allen an der Kundgebung Beteiligten der Protest gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran und gegen den Libanon, sowie die Kritik an der Politik der Merz-Regierung.
Der Vertreter von Cuba Si sprach von dem „stillen Krieg ohne Waffen“, den die USA gegen Kuba führen. Der Vertreter der MLPD zeigte den Zusammenhang von Krieg und Faschismus und deckte die Demagogie der AfD auf, wenn sie sich zur Partei des Friedens erklärt. Der BSW-Vertreter kritisierte, dass Deutschland Geld für die Aufrüstung habe, aber keines für Rentner, die Bildung und marode Schulen. Ein Redner sagte: „Ich möchte nicht, dass es heute wieder zu spät ist.“ Auch unterschiedliche Meinungen zur Einschätzung des Iran und zur Rolle Russlands und Chinas wurden nicht verschwiegen. Diese wurden jedoch sachlich vorgetragen. Es fand eine Spendensammlung für das Al-Awda-Krankenhaus in Gaza und für humanitäre Projekte in Kuba statt.
Die Moderatoren setzten sich für eine gleichberechtigte, überparteiliche Zusammenarbeit und gegen spalterische, antikommunistische "Ausgrenzeritis" ein. Es ist bedauerlich, dass der Stadtvorstand der Partei Die Linke im Vorfeld abgelehnt hat, den kurzen Aufruf für die Friedenskundgebung zu unterzeichnen, offenbar beeinflusst von einer Stimmungsmache durch einzelne Mitglieder des Stadtvorstands.
Dabei wurde sogar mit einem angeblich bestehenden Unvereinbarkeitsbeschluss des Landesvorstandes gedroht, sich an Aktionen zu beteiligen, bei denen auch die MLPD mitmacht. Die Staatsreligion des Antikommunismus lässt grüßen! Das hat trotzdem eine ganze Reihe von Mitgliedern der Linkspartei und aus ihrem Umfeld nicht von einer Teilnahme abgehalten. Gerade in einer Situation rasant wachsender Weltkriegsgefahr und der akuten faschistischen Gefahr ist ein gemeinsames Handeln aller linken, fortschrittlichen Kräfte notwendig. Das ist eine Lehre aus der Geschichte!