Kritische Auseinandersetzung mit der „Kommunistischen Organisation“
Nochmal zur Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“
Am 3. April 2026 veröffentlichte Rote Fahne News eine gemeinsame Erklärung von Nachkommen von Buchenwaldhäftlingen, die die Kampagne „Kufiyas für Buchenwald“ ablehnen. Diese Erklärung ist klar, begründet und eindeutig nachvollziehbar.
Hier die Erklärung im Artikel vom 3. April 2026.
Für mich gehört es zum Vermächtnis des Schwurs von Buchenwald, zu jeder Zeit Faschismus und Völkermord entgegenzutreten. Deshalb habe ich es begrüßt, dass sich die Jugenddelegierte Karen Solorzano beim Gedenken 2025 im Anschluss an die Verlesung des „Buchenwald-Jugend-Manifests 6. April 2025“ auch persönlich gegen den Krieg in der Ukraine und den Genozid in Gaza/Palästina gewandt hat.
Die Nachkommen der Buchenwaldhäftlinge kritisieren das Vorgehen des israelischen Militärs ebenfalls „wie jede Form des Völkermords“, fordern aber zugleich von den Initiatoren der Kampagne eine klare Distanzierung vom Vorgehen der Hamas am 7.Oktober 2023. Für die Nachkommen kann es eine „Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seinem Befreiungskampf nur auf einer klaren antifaschistischen Grundlage“ geben. Diese klare Position spricht mir aus dem Herzen.
Die „Kommunistische Organisation“ als eine der Initiatorinnen der Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ hat dagegen eine ausdrücklich unterstützende Position für das Vorgehen der Hamas am 7.Oktober. In einer Stellungnahme vom 10. Oktober 2023 schreibt sie: „Für uns ... ist es (der 7.Oktober) dagegen eine großartige Überraschung! Wir können diesen Aufstand nur bewundern, ihm Erfolg wünschen und uns voll und ganz solidarisieren! Wir distanzieren uns nicht ein Stück vom Widerstand und von keiner seiner Teile! Er ist in Gänze legitim, genau wie alle seine Mittel.“
In einer weiteren Erklärung vom 21. Januar 2025 heben sie als Erfolg des Waffenstillstands hervor: „Niemand wird nun mehr an der Hamas vorbeikommen.“* Auch wenn es am 7. Oktober Angriffe auf militärische Ziele gab, kann nicht geleugnet werden, dass auch faschistische Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten stattgefunden haben. Hamas und Islamischer Dschihad hatten selbst Bilder davon ins Netz gestellt. Das hat die MLPD von Anfang an verurteilt. Die MLPD hat sich von Anfang an aber auch dagegen gestellt, dass die israelische Regierung ihren Genozid am palästinensischen Volk im Gazastreifen der Weltöffentlichkeit als Reaktion auf den 7. Oktober verkaufen wollte und bis heute will. Sie kritisiert auch, dass Netanjahu eine unabhängige Untersuchung der Geschehnisse vom 7. Oktober 2023 blockiert.
Die Hamas ist eine islamistisch-faschistische Organisation, die vom faschistischen Regime im Iran unterstützt und gefördert wird. Distanzlose Solidarität mit dieser Organisation ist falsch, erst recht auf einer KZ-Gedenkstätte zum Jahrestag der Selbstbefreiung.