Nahost-Krieg
Iran verwandelt die Straße von Hormuz in eine Mautstraße – Trump droht mit „Hell" und Militärschlägen
Die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Öl- und Gasrouten der Welt, ist seit dem Beginn des Angriffs der Supermacht USA und des imperialistischen Israel auf den Iran Ende Februar 2026 zum zentralen Konfliktpunkt geworden.
Der Iran hat seit Mitte März 2026 ein De-facto-Mautsystem eingeführt: Schiffe aus „freundlichen" Ländern dürfen gegen Gebühr – oft in chinesischen Yuan oder Kryptowährungen (Stablecoins) – einen sicheren Korridor passieren, während der Großteil des Verkehrs blockiert bleibt. Die Gebühr beträgt häufig ab ca. 1 Millionen US-Dollar pro Barrel (umgerechnet in Yuan) oder pauschal bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Schiff. Zahlungen in Yuan dienen der Umgehung von US-Sanktionen und stärken zugleich die Rolle der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar.
Gleichzeitig verlangt der neuimperialistische Iran über das Mautsystem Kompensationen für die jahrelangen Sanktionen und die durch den Krieg entstandenen Schäden an seiner Wirtschaft und Infrastruktur. Bereits vor dem aktuellen Krieg gab es im Iran wiederholt Überlegungen, ein formelles Maut- oder Gebührensystem für die Straße von Hormus einzuführen. Diese Pläne wurden nun unter den Bedingungen des Krieges konkret umgesetzt und formalisiert.
Parallel dazu hat das iranische Parlament am 30. März 2026 den „Strait of Hormuz-Management-Plan" im Sicherheitsausschuss gebilligt. Das Dokument sieht offiziell Gebühren in Rial vor, verbietet die Passage für US- und israelische Schiffe und soll die iranische Souveränität über die Meerenge festigen. Ein zentraler Punkt des Plans ist zudem die Zusammenarbeit mit Oman: Die beiden Anrainerstaaten wollen ein gemeinsames rechtliches Rahmenwerk für die Verwaltung des Verkehrs schaffen – vergleichbar mit den Modellen des Suez- oder Panamakanals.
Trump will das Mautsystem verhindern – mit harten Drohungen. Er hat dagegen mehrfach ultimative Forderungen gestellt, die Meerenge vollständig und ohne Bedingungen zu öffnen – also ohne Maut. Am 5. April 2026 (Ostersonntag) drohte Trump auf Truth Social mit einem faschistischen Post: Iran müsse die Straße bis Dienstag öffnen, sonst folge „Power Plant Day and Bridge Day" – also Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. „Open the F------ Strait, you crazy bastards, or you'll be living in Hell – JUST WATCH!", schrieb er.
Bereits zuvor - im März 2026 - stellte Trump mehrmals 48-Stunden-Ultimaten und drohte mit der „kompletten Zerstörung" iranischer Energieinfrastruktur, Ölfelder und der Insel Kharg, falls die Straße nicht sofort „open for business" sei. Iran hat die Ultimaten bisher als „nervös und dumm" zurückgewiesen und droht seinerseits mit Vergeltung.