Lufthansa

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Flugbegleiter streiken

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa AG und ihrer Zubringergesellschaft CityLine für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen.

Von wb
Flugbegleiter streiken
Am größten Flughafen Deutschlands, dem Rhein-Main-Airport in Frankfurt am Main, werden am Freitag zahlreiche Lufthansa-Maschinen am Boden bleiben (foto: Von Konstantin von Wedelstaedt - Gallery page http://www.airliners.net/photo/Lufthansa/Airbus-A320-211/1983200/LPhoto http://cdn-www.airliners.net/aviation-photos/photos/0/0/2/1983200.jpg, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26810477 / GFDL 1.2)

Konkret werden alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt am Main und München sowie die der Lufthansa CityLine an neun Flughäfen bestreikt.


In einer Urabstimmung hatten sich Ende März die Kabinenbeschäftigten zu 94 Prozent, bzw. 99 Prozent bei der CityLine für einen Streik ausgesprochen!¹ Und das, obwohl Bundesregierung und Lufthansa-Vorstand eine Stimmung verbreiten, dass solche Arbeitskämpfe in Kriegs- und Krisenzeiten nicht reinpassen würden. Ginge es danach, dürften die Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten nie streiken, denn es "passt" den Kapitalisten nie. Ganz davon abgesehen: Ein Streik soll den Herrschaften auch nicht passen – im Gegenteil: Er soll wehtun!


„Gefordert werden etwa bessere Planbarkeit der Einsätze und längere Kündigungsfristen. Weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden CityLine habe sich die Arbeitgeberseite bewegt. Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen', so UFO-Chef Vázquez Bürger.“²


Natürlich kritisiert der Lufthansa-Vorstand „den Streik als unverhältnismäßig, (weil er) die Fluggäste mitten im Rückreiseverkehr am Ende der Osterferien besonders hart treffe“. Ja, das ist für die Urlauber sicherlich alles andere als schön. Aber wenn es der Lufthansa wirklich um die Reisenden und Kunden ginge, dann müsste sie auf die Forderungen nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen ihres Personals eingehen.


Auch wehrt sich der UFO-Chef: "Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", sagte er.¹ Die Rote Fahne Redaktion wünscht den Streikenden viel Erfolg!