Rumänien

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Ende des Bergbaus eingeleitet – Kumpel kämpfen

Während in den rumänischen Tagebauen des Complexul Energetic Oltenia, Jilț Sud und Lupoaia, der Betrieb zum 1. April komplett eingestellt worden ist, haben die Kumpel der Mine Lupeni im Schiltal zeitlich befristete Kampfmaßnahmen eingeleitet. Ein Korrespondent aus München berichtet:

Korrespondenz aus München
Ende des Bergbaus eingeleitet – Kumpel kämpfen
Der heruntergewirtschaftete Zustand der rumänischen Zechen - hier die Zeche Lonea im Schiltal - ist sowohl ein Ergebnis der bürokratisch-kapitalistischen Ceaușescu-Diktatur, als auch der kapitalistischen Misswirtschaft der rumänischen Regierungen in der Zeit nach 1990 (rf-foto)

Im Tagebau Jilț Sud und Lupoaia des Complexul Energetic Oltenia ist laut Berichterstattung von TVRINFO am 1. April der Betrieb vollständig eingestellt worden, was das Ende einer Ära für die Region Motru bedeutet. Fast 1.500 Arbeiter wurden nach Hause geschickt. Die Entscheidung bedeutet praktisch das Ende einiger der wichtigsten Produktionsstätten. Der Niedergang des Bergbaus in Rumänien setzt sich im Mai fort, wenn über 300 Menschen ihre befristeten Arbeitsverträge verlieren. Ab dem Sommer könnte das Wärmekraftwerk Turceni ohne betriebsbereite Versorgung dastehen.


 „Ab 2030 wird der Bergbau in Oltenien der Vergangenheit angehören. Den endgültigen Tiefpunkt markiert die Stilllegung des Blocks 4 des Wärmekraftwerks Turceni", so TVRINFO.

Kumpel im Schiltal schließen sich untertage ein

Einige Kumpel der Mine Lupeni im Schiltal haben sich am 1. April spontan für mehrere Stunden untertage eingeschlossen. Sie fordern, dass ihre Zeitverträge in unbefristete Verträge umgewandelt werden. Man hat ihnen versprochen, die Verträge um vier Monate zu verlängern. Die Bergarbeiter bestehen weiter auf unbefristeten Verträgen. Die Mine Lupeni soll Ende des Jahres geschlossen werden. Der Vorsitzende der Gewerkschaft  Sindicatului Muntele, Darius Câmpean, äußerte, dass er den Schließungstermin für unrealistisch halte. Die Kumpels beendeten vorerst ihren Protest.