Irankrieg
Zerstörung der Infrastruktur: Trump bedroht die Lebensgrundlagen der iranischen Massen
Der US-israelische Krieg im Iran verläuft nicht nach Plan. Und der faschistische Präsident Trump wird zunehmend erratisch – und droht mit der Zerstörung der iranischen Infrastruktur, während er gleichzeitig von Verhandlungsfortschritten spricht.
Wenn kein „Deal“ zur Öffnung der Straße von Hormus erreicht werde, dann würde er die Energieinfrastruktur des Iran zerstören, die Ölquellen in Brand setzen, die Anlagen auf der Insel Kharg zerstören – dort werden 90 Prozent des iranischen Exportöls verladen – und sogar die Entsalzungsanlagen nicht unverschont lassen.
Wen aber bedroht er damit? Einzig und alleine die breiten Massen des Iran. Ihnen will er das Licht in der Nacht, die Heizung in den Bergen und das Wasser in der Wüste nehmen - ihre Luft will er vergiften! Auch vor Angriffen auf Nuklearanlagen schrecken die US-amerikanischen und israelischen Militärs seid Kriegsbeginn nicht zurück. Das iranische Militär, dessen Anlagen – wie bei jedem anderen modernen Militär – über eine eigenständige, von der zivilen Infrastruktur losgekoppelte Versorgung verfügt, würde eine solche Vernichtungsorgie nicht betreffen. Solche Drohungen zeigen deutlich, dass der US-israelische Krieg kein gerechter Krieg ist ihnen das Wohl der Menschen gleichgültig ist.
Gerede um eine Bodenoffensive
Die Wahrheit ist, dass Trump die Optionen ausgehen; mit einer Invasion des Iran würde ein Landkrieg begonnen, der die USA für Jahre vollständig in Anspruch nehmen würde, wenn sie ihn denn gewinnen wollten. Zwar haben die USA mehrere amphibische Landungsschiffe und einige Tausend Soldaten in die Region verlegt, aber das ist eine lächerlich kleine Streitmacht, verglichen mit den über 600 000 Mann, die die islamisch-faschistische Führung unter Waffen hat.
Und so erklärte Trump nur einen Augenblick nach seinen Drohungen, die Verhandlungen machten Fortschritte und man verhandele mit der iranischen Führung sowohl direkt als auch indirekt.
Friedensverhandlungen?
Das iranische Außenministerium hatte dagegen erst gestern erklärt, keine direkten Verhandlungen mit den USA zu führen. Das wäre aber auch insofern überraschend, als dass damit die US-Führung eines ihrer angeblichen wichtigsten Kriegsziele offiziell begraben würde: nämlich den „Regime-Change“, die Absetzung der islamistisch-faschistischen Führung des Landes. Das kann man schlecht aufrechterhalten, wenn man gleichzeitig mit genau diesen Leuten über Frieden spricht.
Derweil endete in Islamabad ein Koordinierungstreffen verschiedener Staaten aus der Region, die um ihrer eigenen Stabilität willen ein dringendes Interesse an einer schnellen Beendigung der Kampfhandlungen - wenn schon nicht des Krieges – haben. Sie haben Pakistans Regierung als Vermittler im Krieg zwischen den US-Imperialisten und den iranischen Neuimperialisten vorgeschlagen (auch wenn die parallel ihren eigenen Krieg gegen Afghanistan weiter führt), und scheinbar haben beide Seiten signalisiert, dass die diese Vermittlerrolle akzeptieren würden. Gänzlich außen vor ist Israel – dessen faschistisch-zionistische Führung hat bereits öffentlich erklärt, den Krieg im Libanon und Iran auch dann weiterzuführen, wenn die US-Regierung mit dem Iran verhandeln sollte.