Israel

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Tel Aviv: Polizei löst Antikriegsdemonstration gewaltsam auf

Das "Heimatschutz-Kommando" in Tel Aviv beschränkt die Teilnehmerzahl von Versammlungen willkürlich, im Fall der Antikriegsdemonstration am Samstag auf 600. Es kamen 1000, ein Radiosender berichtet sogar von 2000 Demonstrantinnen und Demonstranten.

Die 600 erlaubten Versammlungsteilnehmer gehen auf einen Entscheid des Obersten Gerichtshofs zurück; zuvor lag die Zahl bei nur 150.

 

Die Demonstranten forderten unter anderem in Sprechchören ein Ende des Krieges gegen Iran. Auf Plakaten waren Aufschriften zu sehen wie "Hände weg von Iran, von Gaza, Libanon und Syrien" und "Nicht bombardieren - reden! Beendet den endlosen Krieg!" Nachdem die Polizei die Demonstration nach kurzer Zeit für beendet erklärt hatte, begannen die Beamten, die Menschen gewaltsam vom Versammlungsort wegzudrängen. Dabei seien mindestens 17 Menschen festgenommen worden, meldete die Zeitung Haaretz.

 

Nach einem Raketenalarm setzten die Demonstranten ihre Proteste in Schutzräumen nahe des Versammlungsorts fort. Haaretz berichtet am heutigen Ostermontag, dass sich das Heimat-Schutzkommando vom brutalen Vorgehen der Polizei distanziert habe. Auch in Haifa und in Jerusalem demonstrierten laut israelischen Medienberichten mehrere Hundert Menschen gegen den Krieg.