Bergbau / Kampf um jeden Arbeitsplatz
Rumänische Bergarbeiter erheben sich
In Rumänien kämpfen erneut die Bergarbeiter gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze. Die Proteste begannen Anfang März in Târgu Jiu. Das ist im Süden Rumäniens. In der Region gibt es noch zwei aktive große Zechen.
Die rumänische Regierung hat die Stilllegung des Bergbaus in einem Vertrag mit der EU bis Ende 2026 für die Minen im Schiltal und 2030 für die Oltenia Energy Group / Complexul Energetic Oltenia in Târgu Jiu beschlossen. Das geht voll auf Kosten der Arbeitsplätze. Jetzt sollen zunächst nahezu 2000 Arbeiter mit befristeten Verträgen ihre Arbeit verlieren.¹
1000 Arbeiter der Oltenia Energy Group / Complexul Energetic Oltenia demonstrierten deshalb vor ein paar Tagen in Bukarest vor dem Regierungssitz; einige traten in Hungerstreik.
Sie werden von der Gewerkschaft Muntele solidarisch unterstützt. Muntele fordert die Hinauszögerung der Schließung, die Verlängerung der Befristungen und Ausgleichszahlungen bei Entlassungen. Muntele vertritt auch die Bergleute und Energiearbeiter des anderen Zechenkomplexes im Schiltal (Valea Jiului). Die Gewerkschaft fordert von der Regierung Lösungen für die Probleme, statt sie auf dem Rücken der Bergarbeiter abzuladen. Sie fordert auch, dass der rumänische Staat die Bedingungen für die Schließung der Bergwerke im Schiltal neu mit der EU verhandelt.
Wenig überraschend lehnte der Ministerpräsident Ilie Bolojan die Forderungen der Arbeiter und der Gewerkschaft ab. Die Bergarbeiter müssen sich international zusammenschließen, kein Kampf darf mehr alleine stehen!
Weitere Berichte bzw. Meldungen zum Kampf der rumänischen Kumpel gibt es hier und hier auf Rote Fahne News