Bochum-Werne
Kranzniederlegung vor dem Mahnmal für die Rote Ruhr Armee
Die Rote Ruhr Armee leistete gegen die Kapp-Putschisten, die 1920 die junge Weimarer Republik stürzen wollten, massenweise bewaffneten Widerstand.
Viele fielen der Gewalt, die die Reichswehr und faschistische Freikorps nach der erfolgreichen Niederschlagung des Kapp-Putsches gegen die erfolgreichen Arbeiter und Ruhrkämpfer einsetzten, zum Opfer. Zum Gedenken an diesen Widerstand im März 1920 fand in Bochum eine gemeinsame Kranzniederlegung der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und der Parteien DKP und MLPD sowie von Einzelpersonen der Linksparteistatt. Gedacht wurde der getöteten Rotarmisten aus Bochum vor dem Mahnmal in Bochum-Werne.
Wolfgang Dominik von der VVN-BdA Bochum hob in seiner Gedenkrede insbesondere die Rolle der katholischen und der evangelischen Kirche in der Zusammenarbeit mit der herrschenden Klasse und mit den Faschisten hervor. Er prangerte die Gräueltaten der Kirche im Mittelalter wie auch die Befürwortung der Kirche für die Militarisierung an. Außerdem kritisierte er die noch von der kaiserlichen Bürokratie eingesetzte SPD-Regierung im Herbst 1918, die am 10. November 1918 mit der Reichswehrführung im Ebert-Groener-Pakt zusammenarbeitete. Dieser Pakt richtete sich gegen die sozialistische Revolution und erstickte sie in den Anfängen.