Aufbau Einheitsfront
Kommunalwahlen Frankreich - RN / Linksbündnis
Hier wiegt auch der Skandal um Marine Le Pen. Sie wurde 2025 zu vier Jahren Gefängnis, 100.000 Euro Strafe und zu fünf Jahren Entzug des passiven Wahlrechts verurteilt - mit sofortiger Wirkung.
Der RN konnte zwar sein Mandat in Perpignan verteidigen, aber keine der großen Städte wie Paris, Marseille, Lyon usw. erobern. Unter anderem dort gab es vor allem im zweiten Wahlgang eine Massenbewegung, sich den Rechten und Ultrarechten entgegenzustellen.
Die sozialdemokratische Parti socialiste (PS) als überwiegender Wahlsieger steht jedoch für die herrschende reaktionäre Politik und bietet keine Lösung der zahlreichen sozialen, politischen und ökologischen Krisen. Opportunistisch hängten sich die Grünen oder die revisionistische Kommunistische Partei Frankreichs, PCF, an die PS an und erlitten oft und zu Recht eine Niederlage.
Die linke Polarisierung drückt sich in mehreren Wahlerfolgen der linksreformstischen La France Insoumise, LFI - Das unbeugsame Frankreich - aus - trotz oder gerade wegen der anhaltenden Verleumdung dieser Bewegung als chaotisch, gewalttätig usw. Sie steht für die strikte Ablehnung einer volksfeindlichen Kürzungspolitik, für Palästinasolidarität und Antifaschismus. Mehrere bürgerliche Parteien und auch die PS-Führung gaben als Direktive für die Wahlen aus «keine Bündnisse mit LFI», oft ohne ein Wort zu verlieren über den faschistischen RN. Das ist direkt gegen den (Neu)Aufbau einer antifaschistischen Front gerichtet und wird eine bleibende Lehre des Opportunismus der PS sein. Vor allem die PS hatte die antifaschistische Neue Volksfront von 2024 platzen lassen. An der Basis kamen einzelne Bündnisse PS - LFI zustande.