Umkämpftes Standbild

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Ausflug zum Lenin in Schwerin

Lenin steht hier genau an der richtigen Stelle. Sanierungsbedürftige Plattenbauten, Remigrationsplakate der AfD ... Zeit, den Geist Lenins zu neuen Ansehen zu verhelfen. Das ist auch einhellige Meinung der Ausflüglerinnen und Ausflügler von der Gesundheitswoche in Alt Schwerin.

Von gp
Ausflug zum Lenin in Schwerin
(rf-foto)

Das Lenin-Denkmal am Großen Dreesch in Schwerin wurde von dem estnischen Bildhauer Jaak Soans geschaffen. Es soll an Lenins Dekret über den Grund und Boden sowie die Enteignung der Großgrundbesitzer in der sowjetischen Besatzungszone nach 1945 erinnern. 

 

Seit 1985 steht die Bronzestatue in einem Arbeiterviertel von Schwerin. Immer wieder ist der Lenin in Schwerin antikommunistischen Attacken ausgesetzt. Als ruchbar wurde, das Lenin-Denkmal solle wegkommen, waren die Nachbarn entsetzt und verteidigten ihren Lenin. Rico Badenschier (SPD), bis Ende 2025 Oberbürgermeister der Stadt Schwerin, unterstützte die Pläne, die Statue unter Denkmalschutz zu stellen. Er sei einfach „kein Freund von Bilderstürmerei“ und weiter: „Infolge der Dezimierung politischer Kunst aus DDR-Zeiten im Schweriner Stadtraum stellt das Lenin-Standbild auch ein wichtiges kulturelles und politisches Zeugnis der jüngeren deutschen Vergangenheit dar. ... Nur wenn es erhalten wird, besteht auch weiterhin die Chance zur konstruktiven Auseinandersetzung mit unserer jüngeren Geschichte."

 

Gegen die Prediger einer antikommunistischen Staatsreligion, die das Lenin-Denkmal schleifen oder es als Mahnmal gegen den Kommunismus missbrauchen wollen, muss weiterhin eine offensive Auseinandersetzung geführt werden.

 

Siehe auch Rote Fahne News-Artikel