Am Donnerstag, dem 27. August, führten Arbeiter in Iquitos – der größten Stadt im peruanischen Amazonasgebiet – einen 48-stündigen Generalstreik mit einer Beteiligung von 95 Prozent durch, der Behörden, Schulen, Geschäfte sowie den städtischen Nahverkehr und den Flussverkehr zum Erliegen brachte. Der Streik folgte auf dreiwöchige Proteste in Ucayali, einer südlich von Iquitos gelegenen Region mit 600.000 Einwohnern. Im Mittelpunkt stehen die steigenden Lebenshaltungskosten, verursacht durch Engpässe bei Lebensmitteln und Treibstoff, sowie der Mangel an sicherem Trinkwasser. Ein zentrales Thema des Streiks war sauberes Trinkwasser; die wichtigste Quelle für die Stadt mit einer halben Million Einwohnern ist der Fluss Nanay, der durch illegalen Bergbau mit Quecksilber vergiftet wird.