Gelsenkirchen

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Aral / BP besonders im Fokus

Dieser Artikel ist in der aktuellen Extra-Ausgabe der Stadtzeitung der MLPD – Gelsenkirchen, „Vorort“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Aus der Stadtzeitung der MLPD – Gelsenkirchen, „Vorort“

Mit ihrer Preispolitik geraten die Mineralölkonzerne verstärkt in die Kritik der Öffentlichkeit. Die Begründungen für die Abzocke der Autofahrer bei Diesel und Benzin nimmt ihnen kaum einer mehr ab. Mit seiner Marktmacht und dem Verkauf der Raffinerie in Gelsenkirchen steht Aral / BP besonders im Fokus. An dem Standort Gelsenkirchen sei der „Investitionsbedarf zu groß“.


Unumwunden erklärt Carol Howle, die Interimschefin des britischen Weltkonzerns BP, zum Verkauf der Raffinerie an den amerikanischen Milliardär Klesch; es gehe darum, die „Renditen zu steigern“ und „Wert für die Aktionäre zu schaffen“. Diese offensichtliche Profitgier in der Aral / BP-Zentrale scheint die Werksleitung im Gelsenkirchener Werk besonders zu stressen und nervös zu machen.


Denn bekannt ist auch, dass der Milliardär Klesch kein barmherziger Samariter ist und mit dem Kauf von BP ebenfalls seine Rendite steigern will. Wo bleiben da die Arbeiter und Angestellten, die die Wertschöpfung erst ermöglichen?


Fragen, auf die die Belegschaft zu Recht eine Antwort erwarten darf. Bisher hört man nur allgemeine Floskeln von „Transformation“, der erstmal 200 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.


Während BP kein Benzin mehr in Gelsenkirchen produzieren will, redet die Grünen-Wirtschaftsministerin Neubauer davon, dass mit dem Verkauf Gelsenkirchen „wieder eine Perspektive hat“.


Benzin- und Dieselproduktion für die Kriegswirtschaft hat aber aus Sicht von uns Arbeitern keine Perspektive!