Noch viel zu klären
1500 Menschen bei der Ostermarsch-Demo in München
Laut Bayerischem Rundfunk demonstrierten 550 Menschen. Mag sein, dass die Zahl für die Auftaktkundgebung richtig gewesen ist. Der anschließenden Demonstration schlossen sich mindesten 1000 Menschen mehr an!
Sie dezimierten sich am Ende der Demo, was mit daran liegt, dass junge Menschen nicht so gerne lange Reden anhören. Auffallend war in manchen Reden, vor allem aus DKP-Kreisen, die Schonung Chinas und Russlands. Die Frage, wer ist Hauptkriegstreiber, wer ist imperialistischer Konkurrent und auf welche Seite schlägt man sich, das muss in München noch intensiv diskutiert werden. Trotzdem gilt: Konsequent die Einheitsfront gegen Krieg, Faschismus und Umweltzerstörung bauen. Ein Redner machte die gigantischen Umweltschäden zum Thema, wo die Diskussion um ein Tempolimit, so richtig sie ist, geradezu lächerlich wirkt.
Eine Gruppe Iranerinnen und Iraner protestierte lautstark gegen Schah und Mullahs. Eine andere Gruppe hielt sich auffallend zurück und prangerte nur die USA und Israel für ihre Kriegshandlungen an. So ist auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen, dass das Mullah-Regime nicht angegriffen wird. Auch hier ist Klärungsbedarf.