Nahost-Krieg

Nahost-Krieg

US-Kriegsführung steckt in einer Sackgasse

Die israelische Armee hat am Freitag Luftschläge gegen atomare Einrichtungen des Iran durchgeführt einschließlich eines Schwerwasser-Reaktors. Der iranische Außenminister erklärte hierzu, dass damit die rote Linie überschritten sei, jenseits derer diplomatische Initiativen nicht mehr in Frage kämen.

Von gis

Eine kritische libanesische Online-Zeitung sieht als Grund für einen Teil der Probleme der US-Kriegsfühung darin, dass Trump die Stimmung und die Kräfte im Iran nicht richtig eingeschätzt hat. Die Kriegsfühung des US-Imperialismus hat die Menschen im Iran gegen Trump aufgebracht, vor allem die Ermordung der 200 Schülerinnen einer Mädchen-Grundschule. 

 

Auch militärisch hat Trump die Lage nicht richtig eingeschätzt. Er dachte, er lässt gezielt führende Vertreter des iranischen Regimes liquidieren und hat dann leichtes Spiel. Ein mehrstufiges Führungssystem verhindert das schnelle Ausschalten der führenden Köpfe. Aus der iranischen Regierung sind Verlautbarungen zu hören, dass sie sich diesmal nicht mit einer fragilen Waffenruhe zufrieden geben, sondern auf einer Friedensordnung für die Region. Trumps Einschätzung, der Iran wolle unbedingt einen Deal, stimmt wohl nicht.

 

Jetzt hadert er mit den Regierungschefs führender Nato-Länder, darunter Merz und Macron. "Friedrich, dieser Bundeskanzler, sagt, das sei nicht sein Krieg." Er droht damit, dass er der Ukraine alle Finanzhilfen entziehen werde. 

 

Israel will mit seinem aggressiven Vorgehen eine Verhandlungslösung verhindern. Es sieht so aus, dass die israelische Armee Bodenoperationen vorbereitet. Dies würde den Krieg weiter verschärfen und viele Todesopfer fordern. Im Libanon geht Israel barbarisch vor.

 

Siehe auch Faschistische Kriegsführung gerät in Krise und wird gleichzeitig aggressiver