Stimmen aus der Internationalismus-Live-Veranstaltung
Unsere Antwort darf niemals sein, Völker gegeneinander aufzuhetzen
Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert Stimmen von der Internationalismus-Live-Veranstaltung am 25. März:
"Ich finde toll, dass so viele Leute gekommen sind. Was die Menschen auf dem Podium gesagt haben, ist echt realistisch. Die Lage im Iran ist kompliziert, aber der Krieg der USA und von Israel ist für die Bevölkerung im Iran keine Lösung. Ich hoffe, dass sie eine Lösung finden und der Krieg aufhört." (Jugendlicher aus Duisburg mit syrischen Wurzeln.)
"Unsere Antwort darf niemals sein, Völker gegeneinander aufzuhetzen. Nicht Araber gegen Perser, nicht Muslime gegen die Juden, nicht Nation gegen Nation. Unsere Antwort muss lauten: Unten gegen Oben, Ausgebeutete gegen Ausbeuter, Unterdrückte gegen Unterdrückung … Die Herrschenden fürchten vor allem eins – die Solidarität der arbeitenden Menschen. Sie fürchten, dass Menschen in Gaza, Menschen im Iran und anderswo erkennen, dass sie nicht Feinde sind, sondern Verbündete. Stellt euch vor, die Arbeiter würden sagen: Wir streiten nicht mehr, wir tragen diesen Krieg nicht mehr, wir lassen uns nicht für die Kriege der Mächtigen missbrauchen." (Arbeiter mit libanesischen Wurzeln in seinem Redebeitrags während der Diskussion)
"Die Veranstaltung hat mir gut gefallen. Aber ich sehe nicht nur die USA als Kriegstreiber – das sind sie zweifellos – aber ich sehe auch den Iran als Kriegstreiber. Ich verfolge das seit Wochen. Der Iran ist so hochgerüstet und so reich, dass er eine wahnsinnige Kriegsmaschinerie aufgebaut hat. Daran sind nicht die Menschen im Iran schuld, sondern die Regierung. Die Menschen kommen gegen die Revolutionsgarden nicht an. Die Mullahs sind menschenverachtend und versuchen, das Volk kleinzuhalten. Der Krieg ist natürlich auch nicht die Lösung. Da muss eine vernünftige Regierung her. Solange die Mullahs an der Macht sind, wird der Krieg nicht aufhören. Die müssen weg und dann muss man sehen, wie es weitergeht." (Kollege aus Gelsenkirchen.)
"Die Diskussion war gut. Es ist zu merken, dass es unterschiedliche Standpunkte bei den Vertretern auf dem Podium gibt. Für fortschrittlich halte ich den Standpunkt, dass man gegen jeden Imperialismus kämpfen muss und nicht nur gegen den US- und israelischen Imperialismus. Sie sind zwar die Hauptkriegstreiber, aber der Kampf muss auch gegen den iranischen Imperialismus geführt werden – gegen alle religiösen Fanatiker, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören." (Kollege aus Marl. )
"Ich fand es gut, dass man mal mit verschiedenen Standpunkten konfrontiert wurde. Und dass man sich sachlich auseinandersetzt, ohne sich gleich an die Gurgel zu gehen. Das war sehr beeindruckend." (Besucherin aus Gelsenkirchen.)
"Solche Veranstaltungen der MLPD sind immer sehr wichtig. Wo erfährt man denn sonst so authentisch die Lebensgeschichte von Revolutionären aus den verschiedenen Ländern? Die unterschiedlichen Standpunkte der Vertreter auf dem Podium hängen sicher auch mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Darüber wurde sich sachlich auseinandergesetzt." (Kollege aus Witten.)
Hier geht es zum Bericht zur Veranstaltung