Gelsenkirchen

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Schlappe für BP

Die Rote Fahne Redaktion berichtete auf Rote Fahne News bereits am 19. März über den Versuch des Werkschutzes von BP in Gelsenkirchen-Scholven, das Verteilen von Flugblättern zu unterdrücken.¹

Korrespondenz
Schlappe für BP
Die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen (foto: Krd / Eigenes Werk)

Jetzt sollte die Belegschaft mit einem „VORORT Extra“ (Stadtzeitung der MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck) darüber informiert werden, mit dem Titel "BP – Vorstand hat Angst vor der eigenen Belegschaft und schlägt wild um sich". (Hier gibt es den Leitartikel des "VORORT-Extra")

 

An diesem Tag, dem 24. März, kam der Werksschutz etwas später mit vier Personen incl. dem Leiter des Werksschutzes. Jugendliche berichteten, dass es seitens des Vorstands von BP keine richtigen Informationen darüber gibt, wie es nun weitergehen wird. Auch über die weiteren Folgen wurde wenig informiert. Manchen war auch unklar, ob Klesch (Finanzinvestor / Heuschrecke mit zweifelhaftem Ruf) jetzt die Raffinerie auch übernimmt. Also, eine regelrechte Desinformation der Belegschaft.


Selbst ein bekennender AfD’ler nahm ein Flugblatt und hatte nichts dagegen, dass die MLPD sich zum Vorgang frei äußern könne. Der Polizeieinsatz der vergangenen Woche kam bei einigen BP-Kollegen nicht gut an. Es gab auch einige ablehnende Reaktionen: „Brauch ich nicht.“ Der Vorwurf der „Belästigung der Leute“ ließ sich jedenfalls nicht aufrechterhalten.

 

Der Chef des Werksschutzes, forderte die Verteiler auf, das Gelände zu verlassen. Zum einen wegen Hausfriedensbruchs und außerdem, weil es eine unangemeldete Demonstration wäre. Mehr als zwei Personen verteilten hier Flugblätter. Die Verteiler blieben, der Werksschutz trat moderat auf; es gab diesmal keine tätlichen Angriffe, bis die Polizei kam und die Personalien der Verteiler aufnahm.

 

Die teilte jedoch nicht die Ansicht des Werksschutzchefs im Sold von BP: Das Gelände bis zum Drehkreuz ist nicht befriedet bzw. umzäunt, deshalb „öffentlicher Raum“. Es gab keinen Platzverweis und es wurde deshalb auch keine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs aufgenommen. Das ist recht blamabel für BP und belegt zusätzlich deren rechtswidrige Aktion eine Woche zuvor.

 

BP sollte besser seine Anzeigen zurückziehen und sich für den tätlichen Angriff zumindest entschuldigen. Schläger im Wachschutz müssen umgehend entfernt und entlassen werden!

 

Es gab noch einige Hinweise seitens der Polizei an die Verteiler: „Bitte nicht über den Zaun klettern, um hinter dem Drehkreuz zu verteilen, und nicht den fließenden Verkehr (Fahrradweg) gefährden.“

 

Wir werden berichten, wie es weitergeht.