Griechenland
Proteste am Internationalen Tag gegen Rassismus
In Thessaloniki fanden am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, eine große Kundgebung am NATO-Schnellangriffszentrum und eine Demonstration zum US-Konsulat statt.
Die bürgerliche Presse und selbst Minister der Regierung waren etwas aufgeschreckt von dieser Demonstration. Warum? Es war eine Demonstration, die von den Gewerkschaften und der EDYETH (Komitee für internationale Entspannung und Frieden in Thessaloniki) organisiert worden war und an der in der Mehrheit Jugendliche, Arbeiterinnen und Arbeiter beteiligt waren. Die Studentenvereinigung und weitere Massenorganisationen unterstützten die Kundgebung und Demonstration. Mit großen Transparenten und lautstark forderten sie: „Thessaloniki, Hafen der Völker – Schließt die NATO-Basis!“ und „Weder Land noch Wasser für die Mörder der Völker!“
An der Spitze wurde das große Transparent der Gewerkschaften mit der Aufschrift „Sie säen Verwüstung im Nahen Osten – Griechenland raus aus dem Gemetzel!" getragen. Dahinter kam eine große Reihe von Jugendlichen, die Palästina-, Kuba- und griechische Fahnen trugen.
Das griechische Volk durchschaut:
- Dass die Auslandseinsätze der griechischen Armee in Saudi-Arabien, in der Straße von Hormus und auf Zypern nicht der Landesverteidigung dienen, sondern den eigenen imperialistischen Interessen.
- Es sind diese Interessen, die die griechische Armee am Golf, in Saudi-Arabien und in der Straße von Hormus verteidigen, und nicht die Versorgung des griechischen Volkes mit Energie und der Bauern mit Düngemittel.
- Die griechischen Soldaten sind nicht in Zypern, um das zypriotische Volk zu schützen, sondern ihr Einsatz wird mit dem Schutz britischer Stützpunkte begründet.
Auf der Kundgebung vor dem Konsulat verbrannten sie die Flaggen der USA und der NATO und schrieben mit roter Farbe vor das Konsulat „Hände weg von Kuba!“ Die Jugendlichen umstanden die Verbrennung der US- und NATO-Flaggen mit Zurufen: „Wir werden nicht zu Kanonenfutter für sie werden! Der Ausweg aus dem Krieg wird vom Volk kommen – der Imperialismus ist nicht unbesiegbar!“
Trotz der sehr aufgeheizten Situation traute sich die voll ausgerüstete Polizei nicht einzugreifen. Das war ein erfolgreicher Protesttag am Internationalen Tag gegen den Rassismus.