Am morgigen Sonntag

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Letzter Aufruf zur Gelsenkirchener Film-Matinée mit dem Film "Little Palestine ..."

Die Gruppe „Palästina muss leben!“ aus Gelsenkirchen lädt ein zur Film-Matinée mit dem Film "Little Palestine, Tagebuch einer Belagerung" am Sonntag, 29. März 2026 ab 14 Uhr im Kultursaaal der Horster Mitte.

Von wm

Der Dokumentarfilm schafft Begegnungen mit den Bewohnern von Yarmouk, einem Stadtteil von Damaskus und gleichzeitig eines der größten Flüchtlingslager für vertriebene Palästinenser. Yarmouk wurde 2011 nach Protesten seiner Bewohner von den syrischen Assad-Truppen abgeriegelt, die Bewohner wurden Hunger und Unterdrückung ausgesetzt. Sie hielten solidarisch zusammen, leisteten Widerstand, protestierten und kämpften.

 

In den Gesichtern der Menschen begegnet man Trauer, vor allem aber Entschlossenheit, in denen der Kinder vor allem Optimismus, wenn Abdullah Al-Khathib sie nach ihrem Leben, vor allem nach ihren Träumen fragt. Man begegnet auch Aeham Ahmad, der in den Trümmern von Yarmouk Klavier spielt, das mit vielen Händen, auf Anhängern und Pickups durch die Straßen Yarmouks transportiert wird. Er war einer von ihnen und spielte, um Mut zu machen, den Zusammenhalt zu stärken und Widerstand und Überlebenswillen zu stärken.

 

Als der faschistische IS 2015 den Stadtteil eroberte, unterdrückte und ermordete er viele seiner Bewohner. Er verbrannte unter anderem auch das Klavier. Nach kurzer Zeit lebten nur noch 16.000 Menschen in Yarmouk. Die meisten sind geflohen, auch Aeham Ahmed kam im Herbst 2015 nach Deutschland. Er ist mit seiner Musik Teil des palästinensischen Widerstands in Yarmouk, viele kennen auch sein Buch „Und die Vögel werden singen. Ich, der Pianist aus den Trümmern.“ (2017)

 

Wir begegnen auch dem Regisseur Abdullah Al-Khathib, der mit den Menschen in Yarmouk gesprochen und diesen beeindruckenden Film gedreht hat und der selbst mutig und unerschrocken Flagge zeigt für den Befreiungskampf des palästinensischen Volkes. Ihr könnt euch selbst ein Bild machen, denn ab 14 Uhr wird es Filmausschnitte und Dokumente über sein mutiges Auftreten auf der diesjährigen Berlinale geben und über die reaktionären Versuche der Vertreter der Bundesregierung, ihn und andere zu diskreditieren, zu unterdrücken und ihnen einen Maulkorb zu verpassen – vergeblich!

 

Eintrittspreise: Erwachsene 15 Euro, Jugendliche 13 bis 17 Jahre 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Spendenkampagne für das Gesundheitsnetzwerk Al Awda in Gaza.