Pressemitteilung des Ver.di-Landesbezirks Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung des Ver.di-Landesbezirks Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf: 2.500 AWO-Beschäftigte im Streik

Ver.di-NRW berichtet:

Mit landesweiten Streiks und Kundgebungen haben heute rund 2.500 Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen den Druck … weiter erhöht. In Bochum, Herford und Köln gingen Streikende auf die Straße, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer spürbaren Entgelterhöhung in Form eines festen Betrags für alle Beschäftigten.

 

„Die hohe Beteiligung zeigt: Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende. Viele arbeiten täglich am Limit und wissen trotzdem nicht, wie sie ihre steigenden Lebenshaltungskosten bezahlen sollen. Deshalb braucht es jetzt eine deutliche Entgelterhöhung – und zwar als festen Betrag, der gerade die unteren Einkommen wirksam entlastet“, erklärt Susanne Hille, Verhandlungsführerin von Ver.di NRW.

 

Gefordert werden 500 Euro mehr für alle Beschäftigten sowie 300 Euro mehr für Auszubildende. Darüber hinaus verlangt ver.di unter anderem einen zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende, die Anpassung von Zulagen und Zeitzuschlägen, die Erhöhung der Jahressonderzahlung sowie die Tarifierung dual Studierender und studienintegrierter Praktika. Zudem erwartet die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für Ver.di-Mitglieder in der AWO NRW.

 

Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigt auch eine VER.DI-interne Befragung unter rund 1.400 Beschäftigten der  AWO: Ein Großteil arbeitet in Teilzeit – häufig nicht freiwillig – und viele kommen mit ihrem Einkommen kaum aus. Rund jede*r Zehnte gibt an, zusätzlich
aufstocken zu müssen. ...

 

Die Verhandlungen werden in vierter Runde am 30. und 31. März  in Düsseldorf fortgesetzt.