Pistorius-Reise
Deutschland und Australien finden kriegerische Gemeinsamkeiten
Beide Länder haben eine engere Zusammenarbeit in militärischen Fragen beschlossen – bis in den Weltraum hinein.
Der Pazifik ist die Hauptinteressensphäre der USA, global betrachtet. Die Beherrschung dieser gewaltigen Region ist entscheidend für Sieg oder Niederlage im ringen der beiden imperialistischen Supermächte USA und China. Aber auch die europäischen Länder werden in der Region immer aktiver, vor allen Dingen im Indo-Pazifik – das mag sich mit den Interessen der USA für den Moment decken, aber vor allen Dingen geht es den EU-Imperialisten um den eigenen Einfluss. Auch sie müssen global Macht projizieren können, wenn sie in der Lage sein wollen, mit den imperialistischen Großmächten zu konkurrieren.
Während seiner Reise durch Japan, Singapur und Australien behauptete der deutsche Kriegesminister Boris Pistorius (SPD) also nicht ohne Hintergedanken, dass die "Sicherheit in Europa und Sicherheit im Indo-Pazifik … zwei Seiten derselben Medaille (sind)". In den letzten Jahren hat die Bundeswehr ihre Aktivitäten im Indo-Pazifik auffällig verstärkt, und zwar nicht nur durch die Teilnahme an verschiedenen Übungen und Manövern, sondern auch einige Einsätze der Bundesmarine mit und ohne andere Verbündete.
Bei seinem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra haben die deutsche und die australische Regierung weitreichende Kooperationen beschlossen. Raketen des deutschen Konzerns TDW sollen künftig auch in Australien produziert werden. Im Nachtrab sind die EU-Imperialisten vor allen Dingen bei der Militarisierung des Weltraums, deswegen ist die Zusage Australiens, sich am Aufbau eines deutschen Frühwarnsystems im Weltraum beteiligen, von ihrer Bedeutung her nicht zu unterschätzen.
Ein „zentrales Ergebnis“ der Gespräche zwischen Pistorius und Australiens Verteidigungsminister Richard Marles ist die Einigung darauf, mit einem Truppenstatut künftig Einsätze der Streitkräfte im jeweils anderen Land deutlich zu vereinfachen. Es soll also leichter werden, deutsche Soldaten in Australien und australische Soldaten in Deutschland zu stationieren – nur für alle Fälle…