MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck
BP-Vorstand hat Angst vor der eigenen Belegschaft und schlägt wild um sich
Die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck berichtet in einer aktuellen Extraausgabe ihrer Stadtzeitung „Vorort“ über das Vorgehen von BP in Gelsenkirchen. Das Energiemonopol hat seine beiden Raffineriestandorte in der Stadt verkauft¹, untersagt seiner Belegschaft den Kontakt zu Journalisten und zur MLPD und geht gegen diese rabiat mit Werksschützern vor²:
Werksschützer verweigerten letzte Woche einem Filmteam des Westdeutschen Rundfunks am Ein- und Ausgang des Werks in Scholven (Stadtteil von Gelsenkirchen, Anm. d. Red.) einen Dreh und Interviews mit den betroffenen Beschäftigten.
Lediglich ein Kollege konnte dem Filmteam zurufen, dass er zum Verkauf „nichts sagen darf“.
Tags zuvor wurden fünf Werksschützer aufgeboten, um zu verhindern, dass zwei MLPD-Leute ein kritisches Flugblatt zum Verkauf an Kletsch, zur Lohntarifrunde und zum echten Sozialismus als Alternative zur Ausbeuterei verteilen konnten. BP rief die Polizei und stellte Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Ein 65-jähriger Verteiler wurde vom Werksschutz körperlich attackiert!
Was bildet sich BP mit diesen Wildwest-Manieren ein?
Die Kollegen können selber entscheiden, mit wem sie reden und was sie lesen. Solche undemokratischen Unterdrückungsmethoden kennen wir von Faschisten à la Trump und Putin.
Vor was hat der BP-Vorstand Angst?
Das lässt nur den Schluss zu, dass die MLPD BP zu Recht kritisiert und mit ihrem Flugblatt ins Schwarze getroffen hat. Im von Krisen und Krieg gebeutelten Kapitalismus ist der zunehmende Gedanke an den „echten Sozialismus“ sowieso nicht zu verhindern.
Die Belegschaft muss wachsam sein gegen Angriffe auf ihre Rechte.
Was bei BP abläuft, ist kein Einzelfall, ob in der Stahl- oder Automobilindustrie stehen die Be-legschaften vor denselben Problemen. Verkauf, Verlagerung von Produktion ins Ausland, Umstrukturierungen verbunden mit Ausbildungs- und Arbeitsplatzvernichtung und Lohndrückerei.
Arbeiter, Angestellte, Leiharbeiter wie Selbständige, die abhängig von Konzernen wie BP sind, müssen lernen, dagegen gemeinsam zu kämpfen. Für eine lebenswerte Zukunft der Jugend, die auf Arbeits- und Ausbildungsplätze angewiesen ist, von denen man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Die MLPD fordert:
- Erhalt und Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei BP!
- Freie gewerkschaftliche und politische Betätigung im Betrieb und vor dem Werkstor!
- Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!