Antifaschistische Erinnerung massenhaft verteidigt

Antifaschistische Erinnerung massenhaft verteidigt

Argentinien-Kurzmeldung bedarf Ergänzung

Die Kurzmeldung "Buenos Aires: Zehntausende gedenken der Opfer der Militärdiktatur" bedarf der Ergänzung.

Korrespondenz
Argentinien-Kurzmeldung bedarf Ergänzung
Erinnern an die Verschwundenen (foto: PCR Argentinien)

Landesweit, in allen Groß- und vielen Kleinstädten, demonstrierten Hunderttausende unter der Losung MEMORIA, VERDAD, JUSTICIA. Also nicht nur Zehntausende in der Hauptstadt Buenos Aires zum Gedenken, für Wahrheit und für Gerechtigkeit. Dieses Motto stand in diesem Jahr für eine breite Volksmobilisierung gegen den Versuch der Regierung des faschistischen Präsidenten Milei, die argentinische Geschichte antikommunistisch umzuschreiben.


In einem neuen Video wird der Putsch der Generäle 1976 verharmlost und gerechtfertigt. Schließlich hätten sie das Vaterland vor "Terroristen" schützen müssen. Tatsächlich waren die meisten der 30.000 Verschwundenen klassenkämpferische Arbeiter, rebellische Jugendliche und Studenten, organisierte Revolutionäre marxistisch-leninistischer und anderer Parteien. 


Wer mehr wissen will: Das Buch von Stefan Engel, "Argentinien - Leben, Sehnsucht und Kampf am Río de la Plata" gibt einen authentischen Einblick. Wie nie zuvor tobte zum 50. Jahrestag in der Öffentlichkeit ein Kulturkampf in Argentinien, ein weltanschaulicher Kampf um den Charakter, die Wahrheit und das Gedenken und ein anhaltender Kampf gegen die Folterknechte von damals und ihre Verteidiger von heute. 


Neu war eine Vielzahl von Veranstaltungen, Publikationen, kulturellen Aktionen und sportlichen Initiativen im Vorfeld des 25. März. Eine gelungene Bewusstseinsbildung, die sich bei den Demonstrationen auszahlte. Der Tag war nicht nur ein Tag des Gedenkens, er war hochaktuell eine Kampfansage an das Regime von Milei. Täglich schließen Betriebe, jeden Monat gibt es Tausende neue Arbeitslose, die Massenarmut grassiert. Es wurden in den Massendemonstrationen die imperialistischen Kriege angeprangert, Solidarität mit dem palästinensischen Volk wurde bekundet, Kuba wurde gegen die Strangulierung durch die USA verteidigt. 


Der 25. März hat die antifaschistische Erinnerung an die reaktionäre Militärdiktatur im Bewusstsein der Arbeiterklasse und breiter Massen verteidigt! Er hat die Lehren verankert, heute den Kampf gegen Faschismus und imperialistischen Krieg zu führen. Für Frieden, Freiheit und echten Sozialismus! 


Hier kann das Buch von Stefan Engel, "Argentinien - Leben, Sehnsucht und Kampf am Río de la Plata" gekauft werden