Presseerklärung der Mediengruppe Neuer Weg
Zu Staatsminister Wolfram Weimer und der Leipziger Buchmesse
Wie am 17. März bekannt wurde, hat Staatsminister Wolfram Weimer seinen Messerundgang auf der Leipziger Buchmesse abgesagt. Diese Entscheidung ist ein erster Erfolg, der breit getragenen Proteste gegen seine reaktionär ausgerichtete Kulturpolitik. Doch das genügt nicht – wir fordern weiterhin seinen sofortigen Rücktritt.
Wolfram Weimer versucht, in Deutschland eine Kulturpolitik im Geiste der McCarthy-Ära zu etablieren. Er wirbt für eine sogenannte „kulturelle Wende“ und propagiert in seinem Buch „Das konservative Manifest“ ein Weltbild, das „Nation, Tradition und Gott“ über Freiheit, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit stellt. Seine abfälligen Äußerungen, insbesondere die Behauptung, das Bürgergeld sei ein „Migrantengeld“, offenbaren ein reaktionäres und diskriminierendes Menschenbild.
Jüngste Ereignisse bestätigen diese Richtung: Auf der Berlinale 2026 versuchte Weimer, jede Solidarität mit Palästina zu unterdrücken und Kritik an der israelischen Regierung zu kriminalisieren. Dank des entschlossenen internationalen Protests scheiterte dieses Ansinnen. Die Streichung von drei linken Buchhandlungen von der Preisverleihung des Deutschen Buchhandels ist ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Literatur und Meinungsfreiheit.
Der Widerstand wächst weit über den Buchhandel hinaus.
Die Mediengruppe Neuer Weg lehnt entschieden ab, dass kulturelle Förderung künftig von politischer Linientreue gegenüber Regierung oder Kapital abhängen soll. Wir stehen für antifaschistische, revolutionäre und marxistisch-leninistische Literatur – heute mehr denn je.
Einladung:
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse laden wir herzlich ein zu zwei Veranstaltungen zur neuen Schrift „Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, Religion und Kultur“
- Freitag, 20. März, 17 Uhr, Messe Leipzig, Halle 5.
- Samstag, 21. März, 19 Uhr, Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152, Leipzig. Referentin am Samstag ist Lisa Gärtner.