Leserbrief
Weimers "Kulturkampf" - Kultur ist nicht "ideologiefrei"
Eine Leserin aus Hannover hat sich mit diesem Brief an den Buchladen Rote Straße in Göttingen gewandt. Dabei handelt es sich um einen der drei Buchläden, die der ultrareaktionäre Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von der Preisträgerliste des Deutschen Buchhandlungspreises streichen ließ. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Belegschaft des Buchladens Rote Straße Weimer daraufhin zum "Mitarbeiter des Monats" ernannt, weil er dem Buchladen den "umsatzstärksten März seit Gründung“ beschert hat:
Liebe Leute vom Roten Buchladen! Aus Hannover viele solidarische Grüße! Ich freue mich sehr über die Welle der Solidarität mit euch und den anderen betroffenen Buchläden! Ich freue mich über die Proteste gegen Wolfram Weimer in Leipzig! Und ich musste herzlich lachen über eure Idee, ihn zum "Mitarbeiter des Monats" zu küren!!
Ich möchte bei euch das Buch … bestellen und euch im Gegenzug das Buch "Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur" der Autoren Stefan Engel und Monika Gärtner-Engel vorstellen.
An Weimers "Kulturkampf" wird sehr deutlich, dass Kultur nicht "ideologiefrei" ist, sondern dass er alles bekämpft, was nicht seine, die bürgerliche Weltanschauung verbreitet!
Das Buch von Stefan Engel ergreift dagegen Partei für die Ideologie der Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Welt und ihre berechtigten kulturellen, ökologischen und sozialen Bedürfnisse. Schonungslos entwickelt es die Kritik an der bürgerlich-dekadenten Kultur, um zugleich alles Wertvolle und Fortschrittliche der menschlichen Kultur zu verteidigen. Das Buch entwickelt befreiende Visionen, wie eine sozialistische Gesellschaft die aufgeworfenen Fragen vorwärtsweisend lösen wird.
Genau das Richtige für diese Debatte! Nebeneffekt: Weimer würde schäumen vor Wut, wenn er es bei euch in der Auslage sehen würde …
Bin gespannt auf eure Antwort! Herzliche und solidarische Grüße!