MLPD Elbe-Saale zur Leipziger Buchmesse

MLPD Elbe-Saale zur Leipziger Buchmesse

Weimer kneift. Das nützt ihm nichts – Protestkundgebung am Donnerstag vor Podiumsdiskussion

Kulturstaatssekretär Wolfram Weimar hat den traditionellen Rundgang über die Leipziger Buchmesse abgesagt.

Jörg Weidemann
Weimer kneift. Das nützt ihm nichts – Protestkundgebung am Donnerstag vor Podiumsdiskussion
Blick auf den Stand des Verlags Neuer Weg auf der Leipziger Buchmesse im letzten Jahr (rf-foto)

Das hat natürlich nichts mit den zu erwartenden und völlig berechtigten Protesten gegen seine antikommunistisch motivierte Buchhandlungszensur, Streichungen bei der Nationalbibliothek oder Attacken auf die palästina-solidarische Berlinale-Chefin Tricia Tuttle zu tun.

 

Nun, soll er kneifen, den Protest wird er nicht mehr los. Der Verlag Neuer Weg, der auch die Literatur der MLPD verbreitet, hat bereits vergangene Woche in einer Protestnote Weimers Rücktritt gefordert. (Mehr dazu hier!) Die Rote Fahne Redaktion hatte Weimers Rücktritt bereits am 3. März gefordert. (Mehr dazu hier!) Außerdem hat der Verlag breit unter anderen Verlagen und Interessierten für eine Protestkundgebung vor der Podiumsdiskussion am Donnerstag in der Deutschen Nationalbibliothek mobilisiert. „Wenn ausgerechnet der zensurwütige Weimer zu den Themen Meinungsfreiheit und Medienvielfalt sprechen will, kann man sich wohl kaum einen größeren Bock vorstellen, der jemals zum Gärtner gemacht wurde“, so ein Vertreter des Verlags Neuer Weg. Man merkt jetzt, was Weimer mit seiner „kulturellen Wende“ wirklich vorschwebt: eine McCarthy-Ära 2.0.

 

Wir werden ihn gerne mit der realen Medienvielfalt konfrontieren. Die Protestkundgebung steht unter dem Motto: „Antikommunismus – die Grundtorheit unserer Epoche“ (Thomas Mann). Sie beginnt um 18 Uhr vor dem Eingang der Deutschen Nationalbibliothek.

 

Medienvertreter:innen sind herzlich willkommen. Es wird ein offenes Mikrophon auf antifaschistischer Grundlage geben.