Pressemitteilung von Ver.di
Warnstreiks im Nahverkehr: Druck vor dritter Verhandlungsrunde wächst – Beschäftigte fordern Entlastung
Die Gewerkschaft Ver.di teilt mit:
In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Für Freitag, den 20. März 2026, ruft ver.di landesweit zu ganztägigen Warnstreiks auf.
Die Arbeitsniederlegungen finden punktuell an zahlreichen Betriebshöfen statt. Je nach betroffenem Standort kann es zu Einschränkungen auf einzelnen Linien und Strecken kommen. In kleineren Unternehmen ist teilweise auch das gesamte Streckennetz betroffen. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.
Hintergrund der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot … vor.
„Die Beschäftigten zeigen vor der dritten Verhandlungsrunde, wie ernst es ihnen mit ihren Forderungen ist. Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Familie nicht nur im Rückspiegel sehen sollen, braucht es spürbare Verbesserungen. Nur so wird der Beruf weniger belastend und mehr Menschen können wieder Freude daran finden, andere von A nach B zu bringen“, erklärt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in Nordrhein-Westfalen.
„Die derzeitigen Arbeitsbedingungen führen dazu, dass die Zeit zwischen den Schichten oft nur noch zum Schlafen reicht – das Leben bleibt dabei auf der Strecke und die Gesundheit in nachweisbar steigender Zahl auch …“, so Rech weiter.
Ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. Die dritte Verhandlungsrunde findet ab dem 24. März in Bochum statt.