Truckenthal

Truckenthal

Subbotnik im Ferienpark Thüringer Wald

Auf Einladung der MLPD Thüringen und der MLPD Bayern fand am 14. und am 15. März der vierteljährliche Subbotnik in Truckenthal statt. Insgesamt 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Thüringen und Bayern, um diese kommunistische Tradition lebendig zu halten und zugleich an jüngere Helferinnen und Helfer weiterzugeben.

Von wr/Truckenthal

Zu Beginn gedachten die versammelten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Genossin Birgit Schiel, langjähriges Mitglied der MLPD aus München, die durch einen tragischen Unfall verstorben ist. Mit bewegenden Worten erinnerte eine enge Freundin an ihr Engagement besonders in der Umwelt- und Jugendarbeit. Sie hätte sonst auch mit Familie an diesem Subbotnik teilgenommen.

 

An beiden Tagen wurde im Ferienpark Truckenthal intensiv gearbeitet. Insgesamt 263 Stunden! Im Mittelpunkt stand dabei ein altes Gebäude, das derzeit zu einer Versammlungshalle umgebaut wird. Mit großem Elan gingen die beteiligten Helferinnen und Helfer ans Werk, so dass hier ein bedeutender Fortschritt erreicht werden konnte. Die meisten Gewerke konnten ihre gesetzten Ziele erfüllen – in einigen Bereichen wurden sie sogar übertroffen.

 

Dieser Subbotnik trug internationalistischen Charakter. Es nahmen sieben ukrainische Freunde teil, die zur Zeit vor dem Krieg in ihrer Heimat hier Schutz suchen. Auch mit dabei waren Kinder von Helferinnen, die so die Tradition des Subbotnik fortführen können. Durch die intensiven Vorarbeiten ist das Gesamtziel ein gutes Stück näher gerückt. Die geplante Fertigstellung der Versammlungshalle bis Ende April erscheint nun deutlich realistischer. Es wurden Dacharbeiten erledigt, Abwasserkanäle gegraben und mit Beton verschlossen. Wände mit Gipskarton-Platten verkleidet und Holzarbeiten ausgeführt.

 

Freiwillige Helferinnen und Helfer übernahmen vielfältige Aufgaben: Fenster wurden geputzt, Reparaturarbeiten erledigt, Außenflächen von Strauchwerk befreit, große Mengen Laub entfernt und erste Arbeiten an den Blumenrabatten begonnen. Überall war der Geist des Subbotnik spürbar – das gemeinsame freiwillige Arbeiten für ein gemeinsames Ziel.

 

Ein Freund stellte im Laufe des Tages einmal die Frage: „Was hat Subbotnik eigentlich mit Kultur zu tun?" Meine Antwort darauf lautete: „Die Subbotnik-Bewegung ist selbst Kultur. Dass Menschen in großem Umfang bereit sind, freiwillig und unbezahlt Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit zu leisten, zeugt von einer neuen Denkweise."

 

Am Abend klang der arbeitsreiche Tag mit einem Liederabend aus. Dabei wurde auch Musik vorgestellt, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erzeugt worden war. Der überwiegende Teil der Anwesenden zeigte sich von den Ergebnissen dieser neuen Form, Musik zu erzeugen, beeindruckt. Ein ganz großes Dankeschön gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Küche. Sie verstanden es wieder einmal , den "erschöpften" Helfern, die notwendigen Kalorien geschmacklich und optisch in bewährter Form anzubieten.